Darmkrebs

Darmkrebs ist eine gefährliche Krebserkrankung und in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. Wird Darmkrebs rechtzeitig erkannt und eine Behandlung eingeleitet, sind die Heilungschancen allerdings recht gut. Da es sich um eine Erkrankung handelt, die besonders im Frühstadium oft ohne Symptome verläuft, sollten besonders Risikogruppen darauf achten, in regelmäßigen Abständen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Was ist Darmkrebs

Bei Darmkrebs handelt es sich um eine Erkrankung, die in etwa 90 Prozent der Fälle Menschen über 50 betrifft. Das liegt daran, dass Darmkrebs meist durch Genveränderungen in der Darmschleimhaut entsteht, die sich im Laufe eines Lebens anhäufen können. Besonders sogenannte Darmpolypen können entarten und zur Entstehung eines Tumors führen. Sie sind in 90 Prozent der Fälle für die Entstehung einer Darmkrebserkrankung verantwortlich. Das Risiko, dass ein Darmpolyp entartet, hängt mit seiner Größe zusammen: Während Darmpolypen, deren Größe einen Zentimeter oder weniger beträgt, nur in fünf Prozent der Fälle entarten, steigt das Risiko bei Polypen mit einer Größe von vier Zentimetern oder mehr auf 75 Prozent.

Bei Krebserkrankungen kommt es zu einem unkontrollierten Wachstum der betroffenen Zellen, die zunehmend auch invasiv in das gesunde Gewebe hineinwachsen. Unbehandelt kann eine Metastasierung, d.h. die Verteilung der Krebszellen über das Blut oder das Lymphsystem, zu einem Wachstum von Tumoren in anderen Organen führen.

Wie wird Darmkrebs diagnostiziert

Tumore im Bereich von Enddarm und Mastdarm wachsen relativ langsam und werden deshalb in vielen Fällen erst spät bemerkt. Dabei ist eine frühzeitige Diagnose wichtig für eine komplikationsarme und wirkungsvolle Behandlung.

Am zuverlässigsten lassen sich Darmkrebs und seine Vorstufen mit Hilfe einer Darmspiegelung feststellen. Im Zuge der Darmspiegelung können auch eventuell vorhandene Darmpolypen frühzeitig entfernt werden, bevor sie entarten können. Die Darmspiegelung muss, sofern sie von einem erfahrenen Team vorgenommen wird, nur in sehr seltenen Fällen unter Vollnarkose durchgeführt werden, leichte Druckschmerzen können vorkommen, gegen die ein Gemisch aus Lachgas und Sauerstoff eingesetzt wird. So können die Patienten unmittelbar nach der Untersuchung wieder ihre täglichen Aktivitäten aufnehmen.

Für in Deutschland gesetzlich versicherte Patienten gilt: Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine Darmspiegelung für alle Versicherten ab 55 Jahren, bei Risikogruppen u.U. früher.

Welche Therapie ist bei Darmkrebs geeignet

Bei Verdacht auf Darmkrebs wird eine Probe aus dem Gewebe entnommen. Handelt es sich um einen Tumor, wird dieser operativ entfernt, auch die Entfernung des betroffenen Dickdarmabschnittes ist notwendig. Die gesunden Teile des Darmes werden anschließend wieder zusammengefügt. Nur bei einer Entfernung in der Nähe des Schließmuskels wird ein künstlicher Darmausgang vorübergehend, in den seltensten Fällen auch dauerhaft notwendig.

Werden Metastasen festgestellt, muss anschließend eine Bestrahlung oder Chemotherapie durchgeführt werden. Nachsorgeuntersuchungen müssen in regelmäßigen Abständen auch nach abgeschlossener Behandlung durchgeführt werden.Treten während einer Dauer von fünf Jahren nach der Behandlung keine Metastasen oder neue Tumore auf, gelten die Patienten als geheilt.

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