Fadenlifting

Um einem Verlust an Hautstraffheit und dem Auftreten von Hautfalten entgegenzuwirken, stehen Betroffenen heute eine Vielzahl an Behandlungsverfahren zur Verfügung. Ein innovatives und bereits bewährtes Verfahren ist das Fadenlifting – das Lifting erzielt ähnliche hautstraffende Effekte wie traditionelle Liftingmethoden, kommt dabei aber ohne jeglichen Einsatz von Klingen aus.

Im Zuge des natürlichen Alterungsprozesses, der in der Regel ab dem 25. Lebensjahr einsetzt und spätestens im vierten Lebensjahrzehnt sichtbar wird, verliert die Haut nach und nach ihre Fähigkeit zur Regeneration. Der Hautstoffwechsel wird langsamer, Durchblutung und Lymphzirkulation verschlechtern sich. Die Haut verliert an Elastizität und die Muskulatur des Unterhautfettgewebes erschlafft zunehmend. Umwelteinflüsse, aber auch häufiges Sonnen, Rauchen oder ein unsteter Lebenswandel tragen zusätzlich ihren Teil zur Hautalterung bei - es bilden sich vermehrt kleine Falten, die mit der Zeit an Tiefe zunehmen.

Um dem Verlust an Hautstraffheit und dem Auftreten von Hautfalten entgegenzuwirken, stehen in der ästhetischen Medizin heute jedoch eine Vielzahl an Behandlungsverfahren zur Verfügung. Wer operativen Eingriffen gegenüber skeptisch ist, dennoch aber einen Liftingeffekt der Haut wünscht, für den ist das Fadenlifting interessant.

Was ist ein Fadenlifting?

Das Fadenlifting ist eine minimalinvasive Methode der Hautstraffung, bei der durch das Einbringen von selbstauflösenden Fäden unter die Haut vor allem erschlaffte Gesichtspartien angehoben, in die ursprüngliche Position zurückverlagert und somit gestrafft werden. Dazu zählen zum Beispiel die Kinnlinie, der Halsbereich, die Wangen und die klassischen "Hamsterbäckchen". Doch auch an anderen Problemzonen ist eine Behandlung möglich, etwa im Bereich von Oberarmen, Po oder Oberschenkeln. Die Behandlung erfordert keinen operativen Eingriff und kann so besonders schonend ablaufen.  Auch die Erholungszeit ist deutlich kürzer als bei einem operativen Facelift. 

Das Fadenlifting ist grundsätzlich für jeden Patienten jüngeren und mittleren Alters geeignet. Die heute verwendeten Fäden sind biokompatibel und werden in der Regel gut vertragen. Auch für Personen fortgeschrittenen Alters ist das Fadenlifting eine sinnvolle Alternative zum operativen Facelift. 

Das Fadenlifting erzielt ein natürliches Resultat und ist durch die neue Generation von Fäden beliebig oft wiederholbar und mit anderen Methoden kombinierbar. Besonders erfolgreich ist das Fadenlifting in Ergänzung mit einer Faltenbehandlung, so zum Beispiel mit Fillern oder Botox

Behandlungsablauf

Vor der Behandlung 

Im Vorfeld des Eingriffes erfolgt ein ausführliches Patientengespräch. Im Gesprächsverlauf stellt der behandelnde Arzt fest, ob ein Fadenlifting im individuellen Fall möglich und sinnvoll ist. Außerdem informiert er unter anderem über erforderliche vorbereitende Maßnahmen – so ist es zum Beispiel notwendig, am Vortag der Behandlung auf Alkohol zu verzichten und vor dem Eingriff für etwa 7 Tage keine Medikamente mit blutverdünnender Wirkung einzunehmen. Weiterhin wird präzise festgelegt, welche Gesichtspartien oder Körperstellen behandelt werden sollen und wie viele Fäden im individuellen Fall nötig sind. Den genauen Verlauf der Fäden markiert der Arzt dann vor dem Eingriff auf der Haut. 

Fadenlifting mit zwei Behandlungssystemen

Beim Fadenlifting werden Fäden unterschiedlicher Beschaffenheit und Länge unter der Haut platziert. Zum Einsatz kommen resorbierbare, also selbstauflösende Fäden, die der Körper nach einigen Monaten rückstandslos abbaut. Es stehen zwei Behandlungssysteme zur Verfügung, die jeweils andere Schwerpunkte und Behandlungsziele haben: Das Silhouette-Soft-Fadenlifting und das Princess-Fadenlifting.

Das Silhouette-Soft-Fadenlifting zeigt sich bei abgesunkenen Hautpartien an Wangen, Augenbrauen und Mundwinkeln als besonders effektiv. Das Gesicht wirkt revitalisiert und schmaler – Konturen wie die Wangen-Kinn-Linie erscheinen neu definiert. Der sofortige Liftingeffekt wird durch spezielle Fäden erreicht, die in bestimmten Abständen mit konischen Kegeln versehen sind. Sie wirken wie Widerhaken und geben den Fäden in der Unterhaut optimalen Halt. Einmal unter der Haut platziert, halten sie das Gewebe in Position und verhindern das erneute Absinken.
Zum Anheben der Wangenpartie dient ein langer Faden, der in umgekehrter V-Form im Unterhautgewebe eingebracht wird. Die Einstichstelle, die auch Fixationspunkt ist, befindet sich am Haaransatz – die beiden Austrittspunkte der Nadel liegen im unteren Wangenbereich. Die resorbierbaren Fäden aus Polymilchsäure (PLA-Fäden) werden nach 1 – 2 Jahren vom Organismus abgebaut. Der Liftingeffekt tritt sofort ein, verstärkt sich im Laufe der Zeit und bleibt auch über den Abbau der Fäden hinaus längere Zeit erhalten, da das Bindegewebe rund um die Fäden neue Kollagenfasern gebildet hat. 

Beim Princess-Fadenlifting liegt der Schwerpunkt eher auf der Faltenbehandlung. Falten werden sichtbar geglättet und die Haut wirkt deutlich straffer und verjüngter. Ein Princess-Lift bietet vielfältige Behandlungsmöglichkeiten – von kleinen Augenfältchen über Marionettenfalten um den Mund bis hin zu den Nasolabialfalten. Genauso wie beim Silhouette-Soft sind die dafür verwendeten hochwertigen Fäden geprüfte medizinische Produkte, die seit vielen Jahren auch in anderen medizinischen Bereichen zum Einsatz kommen. Das Material ist daher in höchstem Maße gewebeverträglich.

Beim Princess-Lift werden sogenannte Fäden aus Polydioxanon (PDO-Fäden) verwendet. Je nach Behandlungsziel kommen dabei entweder glatte oder mit kleinen Widerhäkchen versehene Fäden zum Einsatz. Anders als beim Silhouette-Soft-Fadenlifting werden die Fäden jeweils nur mit einer Einstichstelle unter die Haut gebracht und bis zur gewünschten Position vorgeschoben. Die Fäden können parallel nebeneinanderliegen, sich überkreuzen oder ein Gitter bilden. Ein Princess-Lift wirkt ebenso wie das Silhouette-Soft-Fadenlifting auf zweifache Weise. Das entstandene Fadengerüst stützt und stabilisiert das Gewebe. Der entscheidende Verjüngungseffekt jedoch entsteht durch die wachstumsstimulierende Wirkung der Fäden. Der mechanische Reiz der Fäden setzt den natürlichen Reparaturmechanismus des Körpers in Gang. Das Gewebe regeneriert sich von Grund auf und bildet vermehrt wertvolles Kollagen und Elastin, die der Haut Fülle und Spannkraft schenken. Die Fäden bauen sich nach 6 – 8 Monaten langsam ab – zurück bleibt ein natürliches Stützgerüst aus revitalisiertem Bindegewebe, das die Haut bis zu zwei Jahren jung hält. Ein leichter Straffungseffekt ist sofort wahrnehmbar. Das endgültige Ergebnis ist nach 6 – 8 Wochen erreicht. 

Ablauf 

Für die Dauer der Behandlung erhält der Patient eine örtliche Betäubung. Vor allem die Einstich- und Ausstichstellen werden unempfindlich gemacht, damit die Behandlung für den Patienten besonders angenehm ablaufen kann. Der Arzt führt die Fäden nun mit einer feinen Nadel durch das Fettgewebe und fixiert sie in der gewünschten Position. Die Fadenenden werden bis auf wenige Zentimeter gekürzt und am Ende der Behandlung vollständig abgeschnitten. Die Behandlung erfolgt nacheinander für beide Gesichtshälften. Dabei ist ein sorgfältiges Arbeiten erforderlich, um ein symmetrisches Ergebnis zu erzielen. In einigen Fällen muss der Faden hierfür etwas stärker gespannt werden, sodass zunächst noch einige Dellen sichtbar sind. Diese legen sich jedoch in den folgenden Tagen, wenn der Faden etwas an Halt verliert. Die gesamte Behandlung dauert je nach Umfang und Zahl der verwendeten Fäden etwa 20 bis 90 Minuten.  

Risiken und Nebenwirkungen

Bei einem Fadenlifting mit selbstauflösenden Fäden sind Unverträglichkeiten nahezu ausgeschlossen. Die Fäden bestehen aus biokompatiblen Materialien, die medizinisch getestet sind und vom Körper vollständig abgebaut werden. Auch Komplikationsmöglichkeiten sind bei absolut sterilem Arbeiten und richtiger Indikationsstellung sehr gering. Ein vorübergehendes Zug- und Spannungsgefühl ist möglich. Eventuell auftretende leichte Blutergüsse können abgedeckt werden. Um ein überzeugendes Ergebnis zu erhalten, ist es wichtig, dass sich Patienten an einen Arzt wenden der über viel Erfahrung und Routine im Umgang mit dem fadenlift verfügt. Nur auf diese Weise kann ein zufriedenstellendes und symmetrisches Ergebnis

Nachsorge

Im Anschluss an das Fadenlifting kann der Patient die Praxis sofort verlassen und seinen gewohnten Verpflichtungen nachkommen. Lediglich auf starke körperliche Belastungen sollte während der ersten Tage verzichtet werden. 

Die behandelten Hautpartien sind zu Beginn häufig etwas geschwollen und sollten für mindestens einen Tag regelmäßig gekühlt werden. Auch auf Make-up ist am Tag der Behandlung möglichst zu verzichten. Nach dem Eingriff können im Gesichtsbereich leichte Unregelmäßigkeiten und blaue Flecken auftreten. Aufgrund der leichten Hautkompression kann es außerdem in einigen Bereichen zu einer leichten Faltenbildung kommen. Nach etwa drei bis vier Tagen klingen diese Symptome ab. Bis die sichtbaren Spuren des Eingriffs vollkommen abgeklungen sind, sollte eine Erholungszeit von einer Woche eingeplant werden. 

Einige Tage nach dem Eingriff sollte auf eine zu ausgeprägte Gesichtsmimik verzichtet werden. Normale mimische Bewegungen sind jedoch erlaubt und sogar erwünscht, weil sich dadurch das Gesicht individuell formt, sich die Fäden festzurren und sich kleine Unregelmäßigkeiten ausgleichen. 

Ergebnis

Der Lifting-Effekt ist bereits unmittelbar nach dem Eingriff zu sehen. Das Gesicht kann jedoch zu Beginn noch überspannt wirken, was gewünscht ist und sich innerhalb der ersten 24 Stunden legt. Nach etwa zwei Wochen kann das Ergebnis abschließend beurteilt werden. 

Das Ergebnis eines Fadenliftings hält je nach Material, Anzahl der Fäden und Technik 1 bis 3 Jahre an – das ist viel länger als bei minimalinvasiven Faltenunterspritzungen. Die Fäden selbst verbleiben bis zu 18 Monate unter der Haut, bevor sie vom Körper nach und nach abgebaut werden. Das verwendete Material regt den Körper allerdings zur Bildung des Strukturproteins Kollagen an. So entsteht ein natürliches Stützgerüst, das die Wirkungsdauer des Eingriffs nochmals verlängert. Eine erneute Behandlung ist bei Bedarf jederzeit möglich. 

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