Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure

Ein jugendliches Aussehen ist für viele Menschen auch mit zunehmenden Alter ein wichtiges Merkmal von Attraktivität und individueller Schönheit. Leider verliert die Haut mit steigendem Alter an Elastizität und Volumen, sodass sich feine Fältchen bemerkbar machen und Betroffene älter wirken lassen, als sie sich fühlen. Eine Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure füllt verloren gegangenes Volumen wieder auf und verleiht der Haut ein geglättetes und frisches Bild.

Der Wunsch nach einem jugendlichen Aussehen ist jedoch heutzutage so präsent wie nie zuvor, denn kein anderer Erfolgsfaktor ist in so einem Maße wichtiger geworden wie die äußere Erscheinung. Die moderne ästhetische Medizin hält deshalb zahlreiche Methoden der Faltenbehandlung bereit und verhilft Patienten somit wieder zu einem jugendlichen und strahlenden Aussehen. 

Eine der bekanntesten Methoden der minimalinvasiven Faltenbehandlung stellen sogenannte Filler dar. Der Name Filler kommt von Auffüllen oder Unterfüttern. Er wird meistens dafür verwendet, um tiefe Falten wieder aufzufüllen und dem Gesicht neues Volumen zu geben. Filler können aus unterschiedlichen Substanzen zusammengesetzt sein. Eine sehr gut geeignete und hervorragend verträgliche Substanz zum Auffüllen von Falten und Anheben abgesenkter Hautpartien ist die Hyaluronsäure. In der Regel bieten Fachärzte der Dermatologie, der MKG-Chirurgie und Plastisch-Ästhetische Chirurgen diese Behandlung an.

Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist eine Substanz, die natürlicherweise auch im menschlichen Körper vorkommt. In den Gelenken wirkt sie als Schmiermittel und Stoßdämpfer, den Augen verleiht sie Form und der Haut Volumen, Elastizität und Spannkraft. Zudem regt sie die Kollagen-Neubildung an. Die Besonderheit von Hyaluronsäure ist, dass sie das 6000-fache ihres Volumens an Wasser aufnehmen und es lang anhaltend binden kann. 

In ihrer natürlichen Form wird Hyaluronsäure vom Körper sehr schnell abgebaut. In der Folge kann die Haut nicht mehr so viel Feuchtigkeit binden, sie verliert an Elastizität und Fältchen bilden sich. 

Die in der Medizin zur Faltenbehandlung eingesetzte Hyaluronsäure wird in unterschiedlichen Molekülgrößen und Vernetzungsgraden mithilfe biotechnologischer Verfahren im Labor hergestellt. Vom Fachärzten mit versierter Technik in die Haut bzw. in die Faltenbereiche eingebracht, ist sie daher eine effektive Methode, um die Haut aufzufrischen, Falten zu unterspritzen, Lippen zu verschönern und Gesichtskonturen zu modellieren. Durch eine geringfügige Änderung in der Struktur der Hyaluronsäure kann sogar eine Stabilisierung erreicht werden, die dazu führt, dass die Substanz über längere Zeit im Gewebe verbleibt.

Bei einer Behandlung mit Hyaluronsäure spricht man deshalb von einer Filler-Behandlung, da neues Volumen wieder aufgefüllt wird. Sie hat dementsprechend keine Auswirkungen auf Fältchen, die auf ausgeprägte Muskelkontraktionen zurückzuführen sind. Sie zielt vielmehr auf die Glättung tiefer Fältchen ab. So spricht zum Beispiel die Nasolabialfalte sehr gut auf eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure an. Aber auch ganze Hautpartien können so behandelt werden. Sie wirken dann frischer und weisen mehr Volumen auf.

Ein Hyaluronsäure-Filler wird aber ebenso zur Ohrläppchen-Verschönerung, Glättung der Zornesfalte und  Auffrischung kleiner Hautfältchen im Dekolleté, Handrücken, Hals, Wangen- und Augenbereich verwendet und um die Mundwinkel oder die Augenbraue (bei Schlupflidern) anzuheben.

Neben der Faltenbehandlung kommt Hyaluron auch bei der Modellierung von Gesichtskonturen, zum Beispiel von „Hängebäckchen“, Augenringen („Tränenrinne“), Lippen, Wangen, eingezogenen Brustwarzen oder zur Korrektur von Narben und anderen Unebenheiten der Haut zum Einsatz.

Behandlungsablauf

Was vor der Behandlung zu beachten ist

Möglichst zwei Wochen vor einer Behandlung sollten blutverdünnende Medikamente (Acetylsalicylsäure wie ASS® und Aspirin®, Marcumar®, Plavix® etc.) abgesetzt werden, um das Risiko von Blutergüssen zu minimieren. Vor der Behandlung sollte das Gesicht gründlich gereinigt werden und von Make Up gereinigt werden. Von einer Behandlung mit Hyaluron wird dringend abgeraten, wenn bekannte Allergien gegen Hyaluronsäure oder Hautinfektionen im Behandlungsareal bestehen, der Betroffene zu Pigmentstörungen neigt oder unter Blutgerinnungsstörungen leidet. Ebenso sollte während der Schwangerschaft und in der Stillzeit von einer Behandlung mit Hyaluronsäure abgesehen werden.

Die Behandlung selbst erfolgt ambulant und dauert je nach Befund ca. 15 bis 30 Minuten. 

Vor der Unterspritzung wird der Patient in einem ausführlichen Beratungsgespräch über den Wirkstoff Hyaluronsäure, den Behandlungsablauf und über mögliche Risiken der Behandlung ausführlich aufgeklärt. Der „Ist-Zustand“ wird anhand von Fotos dokumentiert. Die therapeutischen Ziele werden individuell festgelegt und der passende Hyaluron-Filler für die Behandlung gewählt. Ein natürliches Ergebnis hat dabei immer oberste Priorität.

Die Korrektur von Falten im Bereich der Stirn oder der Nasenlippenfalte wird zumeist ohne lokale Betäubung sehr gut vertragen. In Einzelfällen können vor der Behandlung Cremes zur örtlichen Betäubung eingesetzt werden. Lippenunterspritzungen sind hingegen etwas schmerzhafter und werden deshalb unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach eventuell erfolgter, lokaler Betäubung und gründlicher Desinfektion des zu unterspritzenden Areals wird die Hyaluronsäure mithilfe einer sehr dünnen Kanüle in die entsprechende Hautschicht injiziert. Je nach Befund kommen hierbei unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Für tiefe Falten wird ein hochkonzentrierter Füllstoff gespritzt, bei oberflächlichen ein mittelfein konzentrierter Füllstoff eingesetzt. Die meisten Falten im Gesicht sind gut mit einer einzigen Behandlung zu verbessern. Falten der Mundregion benötigen für ein optimales Ergebnis jedoch gelegentlich zwei bis drei Behandlungen innerhalb weniger Wochen.

Die Hyaluronsäure führt zu einer Art Bewässerung (Hydratation) der obersten Hautschichten, einem Abbau von Schadstoffen (Radikalen) und Ankurbeln der Hautneubildung. Ferner bewirkt die Unterspritzung mit Hyaluronsäure eine Verbesserung der obersten Hautschicht. Durch die Kombination aus sogenannter vernetzter (abbaustabilerer) Hyaluronsäure, die lang anhaltende Wirkung zeigt, mit unvernetzter Hyaluronsäure, die zu einer Biorevitalisierung der Haut führt, vereint man den Effekt der Volumenauffüllung mit maximaler Hydratation. Die natürliche Mimik bleibt dabei erhalten und das geglättete Behandlungsareal sorgt für eine optische Verjüngung. 

Nach der Behandlung darf der Patient die Praxis direkt verlassen. Schon unmittelbar nach der Behandlung ist das Ergebnis sichtbar. Nach 1 bis 2 Wochen, wenn die Hyaluronsäure vermehrt Wasser gebunden und gespeichert hat, zeigt sich die volle Wirkung.

Nebenwirkungen

Unmittelbar nach der Behandlung können im Bereich der Einstichstellen minimale Rötungen und/oder Schwellungen (vergleichbar mit Insektenstichen) auftreten. In der Regel verschwinden diese aber nach etwa zehn Minuten wieder, sodass meist keine Spuren der Behandlung mehr zu erkennen sind. Das leichte Taubheitsgefühl, das aufgrund des in der Spritze enthaltenen lokalen Betäubungsmittels auftreten kann, hält für gewöhnlich maximal zwei Stunden an.

Durch die Mechanik der Unterspritzung selbst werden kleinere Blutgefäße verletzt, so dass es zu einem Hämatom (blauen Fleck) kommen kann. Dieses Risiko wird erheblich durch ausreichende Kühlung nach der Faltenunterspritzung vermindert. Ebenso können nach der Injektion in Einzelfällen leichte Schmerzen, Jucken und Empfindlichkeit an der Injektionsstelle auftreten. Diese klingen jedoch bereits  innerhalb weniger Tage von selbst ab. 

Sollte die Hyaluron-Unterspritzung nicht den Erwartungen des Patienten entsprechen, ist es möglich, die Füllsubstanz mithilfe eines Gegenmittels (Hyaluronidase) zu verflüssigen. Sie wird dann vom Körper innerhalb von 24 Stunden wieder abgebaut.

Nachsorge

Nach der Behandlung sollte man die betroffene Region kühlen, um eine mögliche Schwellung sowie Blutergüsse besonders gering zu halten. In den ersten vier Stunden nach der Filler-Behandlung sollte sich der Patient möglichst nicht hinlegen, um eine ungleiche Verteilung des Materials und damit ein ungleichmäßiges Ergebnis zu vermeiden.

Selten kann sich unmittelbar nach der Injektion der Hyaluronsäure an der Injektionsstelle ein kleiner Bluterguss bilden, der sich aber mit Make-up leicht abdecken lässt und sich meist nach zwei bis drei Tagen zurückgebildet hat. In den Stunden nach der Injektion sollte nicht mit den bloßen Händen an den Stellen manipuliert werden (Reiben, Drücken, Massieren), um Schmierinfektionen zu vermeiden. 

Die durch feine Kanülen verursachten Injektionspunkte lassen sich, falls erforderlich, ebenfalls sehr gut mit Make-up überdecken, sodass mit keiner Einschränkung der Gesellschaftsfähigkeit zu rechnen ist. Auf Sport, kosmetische Behandlungen und Besuche in der Sauna, die den Stoffwechsel anregen, sollte in den ersten Tagen nach der Behandlung jedoch verzichtet werden, um den Abbau der Hyaluronsäure nicht unnötig zu beschleunigen. Sonnenbestrahlung bzw. Solarien sollten ebenfalls ca. eine Woche gemieden werden, um Pigmentverschiebungen vorzubeugen.

Haltbarkeit

Je nachdem, in welchen Gesichtspartien der Filler zum Einsatz kommt, kann auch die Haltbarkeit des Behandlungsergebnisses variieren. Diese unterschiedliche Haltbarkeit hängt mit dem Enzym Hyaluronidase, das zum Abbau der Hyaluronsäure führt, zusammen. Dieses Enzym kommt im Körper an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich häufig vor, wodurch die Haltbarkeit der Hyaluronsäure unterschiedlich stark beeinflusst wird. In der Regel ist jedoch mit einer Haltbarkeit von mehreren Monaten bis zu einem, in manchen Fällen auch bis zu zwei Jahren zu rechnen. Um den hautverjüngenden Effekt einer Filler-Behandlung mit Hyaluronsäure dauerhaft zu gewährleisten, sollte die Behandlung nach neun bis 18 Monaten wiederholt werden.

Kombination mit Botox

Aufgrund der unterschiedlichen Wirkungsweisen von Hyaluronsäure und Botox (Botulinumtoxin), das hauptsächlich zur Glättung mimischer Falten eingesetzt wird, kann besonders die kombinierte Behandlung für optimale Ergebnisse und einen besonders natürlich wirkenden Verjüngungseffekt empfehlenswert sein. Ein gutes Beispiel hierfür kann die Zornesfalte sein. Die Ursache für diese Falte ist eine Verhärtung des unter der Falte gelegenen Bindegewebes. Mit einer direkten Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure wird die Hautfalte angehoben. Die zusätzliche Botulinumtoxin-Behandlung verhindert die Neubildung der Falte. Meist reicht eine einmalige Doppelbehandlung, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.

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