Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Schon in der Antike galt eine wohlgeformte Nase als Schönheitsideal. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Von der niedlichen Stupsnase bis zur markanten Adlernase zeichnet sich jede Nase durch ihre Individualität aus. Nicht alle sind jedoch mit der Form und Größe ihrer Nase zufrieden. Eine operative Nasenkorrektur kann Betroffenen einen harmonischen Gesichtsausdruck verleihen.

Eine Nasenkorrektur kann aus den unterschiedlichsten Gründen gewünscht sein. Viele stören sich an einer zu großen oder schiefen Nase oder einem deutlich sichtbaren Höcker auf dem Nasenrücken. Für manche ist lediglich die Nasenspitze zu groß, andere stört die Breite des Nasenrückens.
Doch nicht nur ästhetische Gründe sprechen für eine Nasenkorrektur: Funktionale Beeinträchtigungen, wie sie etwa bei einer schief stehenden Nasenscheidewand auftreten können, werden durch einen operativen Eingriff behoben. Atemprobleme oder Schlafapnoe, die zu verstärkter Tagesmüdigkeit führen kann, sind ebenfalls ein verbreiteter Grund für eine OP.
Menschen, die mit ihrer Nase unzufrieden sind, können mithilfe einer operativ durchgeführten Nasenkorrektur (Rhinoplastik) eine deutliche Besserung ihres Aussehens und damit ihres allgemeinen Wohlbefindens erreichen. 

Arztwahl

Nasenkorrekturen gehören zu den besonders anspruchsvollen und komplexen chirurgischen Eingriffen die dem Operateur höchste Kompetenz und Konzentration abverlangen. Eine der größten Herausforderungen ist es dabei, die neue Nase harmonisch an die individuelle Gesichtsform anzupassen.

Um ein natürliches Ergebnis zu erzielen, sind langjährige Erfahrung und ein sicheres Gespür für Ästhetik unabdingbare Voraussetzung. Außerdem geht es auch darum, das empfindliche Organ in seiner Funktion nicht zu beeinträchtigen. Gute Nasenchirurgie setzt daher eine Spezialisierung voraus, denn der Operateur muss die modernen OP-Techniken der Plastischen Chirurgie und der HNO-Heilkunde im Detail kennen. Eine umfassende und langjährige Erfahrung am OP-Tisch ist ebenso wichtig.

Ob ein Arzt der richtige für eine Nasenkorrektur ist, lässt sich unter anderem anhand seines Facharzttitels erkennen: Die Bezeichnung "Facharzt für Plastische Chirurgie" gibt Auskunft über eine mindestens 6-jährige Facharztausbildung eines Chirurgen. Auch ein weiterer Facharzttitel: der der HNO-Heilkunde (Doppelfacharzt) kann hierbei von Vorteil sein. Darüber hinaus sind auch erfahrene MKG-Chirurgen mit den einzelnen Strukturen der Nase und des Gesichts, sowie dem Ablauf einer professionellen Nasenkorrektur bestens vertraut.

Behandlungsablauf

Beratungsgespräch

Im Vorfeld einer Nasenkorrektur findet ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt bzw. Chirurgen statt. Er klärt über die Möglichkeiten und Grenzen des Eingriffs auf und bringt in Erfahrung, welche Vorstellung sich der Patient von der zukünftigen Form seiner Nase macht. Zudem kann sich der Patient Vorher-Nachher-Bilder bereits durchgeführter Operationen zeigen lassen um sich so seine bessere Vorstellung machen zu können.
Einige Ärzte und Kliniken bieten auch die Möglichkeit der Computer-Simulation an. Hierbei können die Wünsche und Zielvorstellungen des Patienten anhand eines persönlichen Fotos am Bildschirm visualisiert werden. Eine ausführliche Aufklärung über den Ablauf der OP, die angewendete Technik sowie Risiken und mögliche Komplikationen ist ebenfalls Bestandteil eines guten Beratungsgesprächs vor einer Nasenkorrektur. 

Operation

Ein guter allgemeiner Gesundheitszustand des Patienten ist Voraussetzung für jegliche Operationen, so auch bei einer Nasenkorrektur. Eventuelle Kontraindikationen wie bestimmte Erkrankungen müssen mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden. Wie bei jedem operativen Eingriff sollten, möglichst bereits zwei Wochen zuvor, blutverdünnende Medikamente (Acetylsalicylsäure wie ASS® und Aspirin®, Marcumar®, Plavix® etc.) abgesetzt werden, um das Risiko von Blutergüssen und Blutungen zu minimieren. Raucher sollten auf den gewohnten Nikotingenuss verzichten – er wirkt sich negativ auf die Wundheilung aus.

Die operative Nasenkorrektur erfolgt in den meisten Fällen unter Vollnarkose – nur selten ist ein Eingriff mit lokaler Betäubung möglich.
Je nach Schwierigkeitsgrad und Umfang der Korrektur dauert die Operation zwei bis drei Stunden. Auf der neu modellierten Nase wird eine Kunststoffschiene angelegt. Diese soll die Nase schützen und den Heilungsprozess unterstützen. In der Regel ist die Nasenkorrektur mit einem stationären Aufenthalt in der Klinik verbunden. Die Verweildauer ist von Umfang und Verlauf des Eingriffs abhängig.

Techniken der Nasenkorrektur

Für die operative Nasenkorrektur stehen zwei Vorgehensweisen zur Verfügung: Die Nase kann von innen („Geschlossene Technik") oder von außen (“Offene Technik") korrigiert werden. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt von der Ausgangssituation und vom gewünschten Ergebnis ab. 

Geschlossene Nasenkorrektur

Die geschlossene Rhinoplastik ist die gängigste Methode zur Nasenkorrektur. Da der Operateur einen Schnitt im Inneren der Nase – also im Bereich der Schleimhäute – setzt, sind keine äußerlichen Schnitte erforderlich.  Durch die beiden Nasenlöcher beginnt der Operateur die Knorpel- und Knochenmasse nach im Vorfeld erstellten Operationsplan zu bearbeiten.

Diese Art der Nasenkorrektur wird am häufigsten eingesetzt, wenn die Nasenscheidewand begradigt werden soll. Aber auch leichte Unebenheiten des Knochens lassen sich so korrigieren. Durch die speziellen Operationsinstrumente hat der behandelnde Chirurg außerdem die Möglichkeit, Knorpeltransplantationen durchzuführen. Dank eines Lasers, der während der Operation eingesetzt wird, werden so Blutungen minimiert. So ist auch das Risiko für Nachblutungen verringert und der Heilungsprozess wird beschleunigt. 

Offene Nasenkorrektur

Nicht jede Nasenkorrektur lässt sich durch die geschlossene Rhinoplastik beheben. In manchen Fällen benötigt der Operateur mehr Sicht auf das Operationsfeld und mehr Platz um das gewünschte Ergebnis präzise zu ermöglichen. In diesen Fällen wird die Entscheidung auf die offene Rhinoplastik fallen. Der Operateur hat bei dieser Technik optimale Sicht auf das Knochen- und Knorpelgerüst der Nase. Sie wird daher auch zur Nasenkorrektur bei Schiefstellung angewandt.

Bei der offenen Rhinoplastik setzt der Chirurg einen Schnitt am Nasensteg sowie im Inneren der Nase. Da der Schnitt jedoch sehr gut abheilt, ist die Narbe später auch nicht sichtbar. Nach dem Setzen der Schnitte löst der Operateur die Haut vom Nasengerüst und beginnt mit der Modellierung der Nase. Auch bei Sekundäroperationen, also wenn eine vorhergegangene Operation nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, wird die Nasenkorrektur durch die offene Rhinoplastik durchgeführt. 

Nasenkorrektur mit oder ohne Tamponaden 

Die meisten Nasenkorrekturen werden mit Tamponaden durchgeführt, wodurch es in den ersten Tagen nach der OP zu Schmerzen kommt und der Patient mehrere Tage lang nicht durch die Nase atmen kann. 

Eine andere Technik wird bei dem sogenannten chondroplastischen (Knorpelzellen bildenden) OP-Verfahren angewendet. Dabei wird der Nasenknorpel direkt umgeformt und die begradigte Nasenscheidewand (statt mit Tamponaden) durch eine spezielle innere Nahttechnik fixiert. Dazu werden speziell dafür angefertigte Fäden verwendet, die sich nach circa drei Monaten von selbst auflösen und deshalb nicht gezogen werden müssen.

Durch den Verzicht auf Tamponaden kann der Patient unmittelbar nach dem Aufwachen durch die Nase atmen. Allerdings führen nur wenige Ärzte Nasenkorrekturen ohne Tamponaden durch. Gründe hierfür sind einerseits der höhere operative und zeitliche Aufwand und andererseits die höheren Kosten für speziell für diesen Eingriff angefertigte Fäden. Darüber hinaus ist die Beherrschung der speziellen Nahttechnik dazu notwendig.

Risiken

Eine ästhetisch-plastische Nasenkorrektur ist ein komplexer operativer Eingriff und daher mit ähnlichen Risiken wie jede andere Operation verbunden. Umso wichtiger ist es, sich für einen kompetenten Operateur zu entscheiden, der auf diesem Gebiet Spezialwissen und Erfahrung vorzuweisen hat.

Wird eine Nasenkorrektur nicht fachgerecht ausgeführt, kann das erhebliche Funktionsstörungen der Nase zur Folge haben. Gefühlsstörungen, eine beeinträchtigte Nasenatmung oder chronische Infektionen der Atemwege gehören dazu. Auch nach einem professionell durchgeführten Eingriff können jedoch vorübergehende Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns auftreten, diese klingen jedoch mit Voranschreiten des Heilungsprozesses selbstständig ab.

Nachsorge

Kurz nach der OP kommt es zu Schwellungen im Bereich der Nase, die mit dem Gefühl einer Erkältung vergleichbar sind und zu einer Einschränkung der Nasenatmung führen. Außerdem entstehen in den ersten Tagen in der Regel Blutergüsse unter den Augen. Um den Heilungsprozess bestmöglich zu unterstützen, sollten sich Patienten die ersten Tage nach der OP ausreichend Ruhe gönnen.

Nach dem Eingriff ist für eine Woche zudem das Tragen einer Kunststoffschiene notwendig. Je nach Behandlungsumfang können auch Septumschienen für einige Tage in der Nase verbleiben. Vorhandene Fäden werden gegebenenfalls nach acht bis zehn Tagen gezogen. In der Regel ist der Patient nach zwei Wochen wieder gesellschaftsfähig und kann seiner Arbeit nachgehen.
Beim Tragen einer Brille ist für die ersten Wochen auf ein leichtes Gestell zu achten. Kontaktlinsen können sofort getragen werden. Nach sechs Wochen kann der Patient sich wieder sportlich betätigen. Auf Sportarten mit hoher Verletzungsgefahr (z.B. Kampfsportarten) sollte allerdings mindestens acht Wochen verzichtet werden, damit keine Verformung an der noch heilenden Nase entsteht.
Sobald die Schwellungen zurückgehen, wird das Ergebnis Schritt für Schritt sichtbar. Bis das definitive Ergebnis erreicht ist, kann es allerdings mehrere Monate dauern. 

Nasenkorrektur ohne OP

Bei einer sogenannten Nasenkorrektur ohne OP werden mithilfe von Fillern, meist Hyaluronsäure, individuell empfundene Makel an der Nase behandelt. So können zum Beispiel kleine Höcker oder abgesunkene Stellen durch das Einbringen von Fillern kaschiert werden, ohne dass ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist.

Das Fillermaterial soll an der entsprechenden Stelle die Unebenheit ausgleichen, sodass diese nicht mehr sichtbar ist. Allerdings verspricht die Behandlung keine dauerhafte Lösung, denn der verschwundene Höcker wird lediglich vom Fillermaterial überdeckt. Anders als bei einer individuell geplanten operativen Nasenkorrektur kann es bei einer Behandlung ohne Operation dazu kommen, dass sich die Nase durch das eingebrachte Fillermaterial nicht länger harmonisch in das Gesicht einfügt oder größer wirkt als zuvor.
Auch das Absinken des Fillers gemäß der Schwerkraft ist bei dieser Behandlungsmethode keine Seltenheit. 

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