Oberarmstraffung

Nach Gewichtsschwankungen, durch Diäten und Schwangerschaften, aber auch natürlicherweise mit zunehmendem Alter verliert die Haut an den Oberarmen an Elastizität. Außerdem spielen sowohl hormonelle als auch genetische Einflüsse bei der frühzeitigen Erschlaffung des Bindegewebes eine Rolle.

Übersicht

Nach Gewichtsschwankungen, durch Diäten und Schwangerschaften, aber auch natürlicherweise mit zunehmendem Alter verliert die Haut an den Oberarmen an Elastizität. Außerdem spielen sowohl hormonelle als auch genetische Einflüsse bei der frühzeitigen Erschlaffung des Bindegewebes eine Rolle. Durch diesen Elastizitätsverlust von Haut, Bindegewebe und Muskel kommt es in der Folge meist zur Faltenbildung der Haut und des Bindegewebes im Bereich der Oberarme, insbesondere an der Innenseite und der Achselgegend. Das daraus resultierende, zunehmende Schwitzen unter den Achseln sowie Hautirritationen oder Infektionen wegen verstärkter Reibung der überschüssigen Hautlappen am Oberarm können das persönliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Auch das persönliche Selbstbewusstsein wird davon oftmals stark beeinträchtigt. Besonders häufig sind Frauen ab dem vierzigsten Lebensjahr davon betroffen. 

Speziell auf die Oberarme abgestimmte Gymnastik und Krafttraining sowie eine ausgewogene Ernährung und gute Pflege haben zudem leider nur vorbeugend einen positiven Einfluss auf die Oberarmstruktur. Denn selbst wenn der Muskel an der Oberarmrückseite, der Trizeps, durch Training gekräftigt wird, bleibt die Haut an der Unterseite der Oberarme schlaff. 

Eine professionelle Oberarmstraffung (Brachioplastie) kann jedoch Abhilfe schaffen. Dabei wird ein größeres Hautareal im inneren Oberarmbereich entfernt. Diese Technik führt zu einer strafferen Formgebung sowie zu einer Reduzierung der Fältchen im gesamten Armbereich. Konturen und Proportionen des Oberarms werden gleichmäßiger. Eine Straffungsoperation am Oberarm kann zudem mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) kombiniert werden. Auf diese Weise kann eine besonders schöne Armkontur und eine Harmonisierung der gesamten Oberkörperregion erzielt werden.

Behandlung

Was ist vor der Operation zu beachten?

Im Vorfeld der eigentlichen Operation führt der Operateur ein ausführliches Beratungsgespräch mit seinem Patienten. Im Rahmen dieses Gesprächs erhält der Patient zunächst ausführliche Informationen über die wichtigsten Eckpunkte des anstehenden Eingriffes.

Sollten Patienten unter Gefäßerkrankungen, Venenstauung oder Blutgerinnseln (Thrombosen, Embolien) leiden, ist dies unbedingt mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Zudem sollte der Patient den Operateur über ihm bekannte Allergien gegen Medikamente, Pflaster, Salben oder Wasch- und Desinfektionsmittel in Kenntnis setzen.
Während des Beratungsgespräches wird der Patient außerdem über allgemeine und individuelle Risiken des Eingriffs aufgeklärt und über empfehlenswerte Verhaltensmaßnahmen vor und nach der Operation informiert. Um optimale Ergebnisse erzielen zu können, ist im Vorfeld eine genaue Analyse des Hautzustandes der Oberarmregion erforderlich. Auch die individuellen Vorstellungen und Wünsche der Patienten sind bei der weiteren Planung miteinzubeziehen. 

So ist es zum einen notwendig, vor dem Eingriff für etwa zwei Wochen auf Alkohol und Nikotin zu verzichten, weil es die Wundheilung negativ beeinflusst. Des Weiteren sollten, möglichst ebenfalls zwei Wochen zuvor, blutverdünnende Medikamente wie Acetylsalicylsäure wie ASS® und Aspirin®, Marcumar®, Plavix® etc. abgesetzt werden, um das Risiko von Blutergüssen zu minimieren. 

Das Operationsgebiet sollte zudem vor dem Eingriff rasiert sowie Körperpiercings und Metallschmuck entfernt werden.

Wie läuft die Operation ab?

Nach genauer Hautanalyse werden die zu operierenden Bereiche vermessen und die geplante Schnittführung auf dem im 90° Winkel angehobenen Arm aufgezeichnet. Die Oberarmstraffung kann in Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchgeführt werden und nimmt circa 1,5 Stunden in Anspruch.
Anschließend wird, meist über einen Längsschnitt an der Innen- oder Hinterseite des Oberarms, das überschüssige Haut- und Fettgewebe am Oberarm entfernt. Mit einer speziellen Nahttechnik wird dabei die Spannung aus der oberen Hautschicht genommen. Die genaue Schnittführung und Schnittlänge hängt dabei davon ab, wie viel überschüssige Haut entfernt werden soll und wo genau am Oberarm der Hautüberschuss sitzt. Der Schnitt wird jedoch entsprechend der Hautmenge so kurz wie möglich gehalten. Er erstreckt sich maximal von der Achselhöhle bis knapp vor dem Ellbogen, kann aber auch deutlich kürzer sein. Die dadurch entstehende, längs verlaufende Narbe ist bei angelegtem Arm nach der Operation nicht sichtbar. Im Falle größerer Haut- bzw. Fettgewebe-Überschüsse ist ein zusätzlicher, quer geführter Schnitt in der Achselhöhle notwendig, um das gewünschte Straffungsergebnis zu erzielen. Vor dem Verschließen der Wunde werden dünne Drainageschläuche eingelegt, die das Wundsekret ableiten und so helfen, eine Infektion zu verhindern.

Der Hauteinschnitt wird nun mit minimal-invasiver Technik verschlossen, wofür meist resorbierbare Fäden, die sich mit der Zeit von selbst auflösen, verwendet werden. Direkt nach dem Eingriff erhält der Patient speziell auf seine Körpermaße angefertigte Kompressionsärmel, die während der Heilungszeit  getragen werden sollten und unter normaler Kleidung nicht auffallen.

Nachsorge

Was ist nach der Oberarmstraffung zu beachten?

Die dem Patienten direkt nach der Operation angepassten Kompressionsärmel sollte für einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen konsequent Tag und Nacht getragen werden. Der elastische Druckverband stützt, hilft gegen Schwellungen und fördert die Wundheilung. 

Rötungen sowie kleinere Blutergüsse sind nach einer Oberarmstraffung ganz normal und völlig unbedenklich. Eventuell auftretenden leichte Wundschmerzen lassen sich leicht mit Schmerzmitteln lindern. Sie sollten jedoch nach ein bis zwei Tagen vollständig abgeklungen sein. Ebenso können unmittelbar nach dem Eingriff Taubheits- und Spannungsgefühle bzw. Gefühlsstörungen an den Oberarmen entstehen, die aber ebenfalls nach wenigen Tagen wieder nachlassen. Der Patient erhält zudem für einige Tage ein Antibiotikum, um Infektionen vorzubeugen.
Die Drainagen werden meist nach zwei bis drei Tagen entfernt. Resorbierbare Hautnähte lösen sich von selbst auf, andere Fäden werden nach circa drei Wochen entfernt. Die Sichtbarkeit der entstandenen Narben kann durch gezielte Nachbehandlungen, zum Beispiel durch regelmäßige Anwendung von Hautlotionen bzw. -salben weiter minimiert werden.

Es ist ratsam, sich nach dem Eingriff zur Oberarmstraffung circa zwei Wochen Zeit zu nehmen, um sich zu erholen. In dieser Zeit sind alltägliche Verrichtungen gut durchführbar, allerdings sollten Belastungen und heftige Bewegungen der Arme vermieden werden, damit die Wunden gut verheilen können. 

Nach etwa zwei Wochen sind Patienten wieder gesellschaftsfähig, die Arbeitsfähigkeit ist meistens ebenfalls nach etwa zwei Wochen wieder gegeben. Leichte Tätigkeiten am Schreibtisch können ohne Weiteres bereits deutlich früher aufgenommen werden.
Für drei bis vier Wochen sollten jedoch starke körperliche Anstrengungen, vor allem Überkopfarbeiten, gemieden werden, fünf bis acht Wochen sollte auf Sport verzichtet werden. Es ist außerdem dem sehr wichtig, die Narbe bis zur vollständigen Ausheilung vor direkter Sonnenbestrahlung zu schützen. Sechs Monate lang sollten zudem Sauna- und Solariumsbesuche gemieden werden.

Ergebnisse

Wann sind das Ergebnis sichtbar?

Kurz nach dem Eingriff ist die Straffung der Haut schon gut sichtbar. Allerdings kann erst nach ungefähr sechs Wochen, wenn die Schwellung größtenteils abgenommen hat, das Ergebnis der Oberarmstraffung gut beurteilt werden. Das endgültige Resultat ist wiederum erst sichtbar, nachdem die Operationswunde, das Unterhautgewebe und die Narbe völlig verheilt sind. Das ist ungefähr nach einem Jahr der Fall.
Die nach der Oberarmstraffung an der Innenseite des Oberarmes in Längsrichtung verlaufenden Narben sind bei anliegenden Armen kaum sichtbar und nach vollständiger Abheilung lediglich als blasser Strich erkennbar.

Mit fortschreitendem Alter ist es natürlich, dass die Festigkeit des Gewebes wieder etwas nachlässt. Sollten sich nach einigen Jahren erneut störende Hautüberschüsse gebildet haben, so kann eine Nachkorrektur problemlos durchgeführt werden. 

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