Proktologie

Während vorübergehende leichte Bauchschmerzen oder Verdaaungsbeschwerden recht häufig vorkommen und in vielen Fällen keine Behandlung benötigen, so können wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden das Wohlbefinden und die Lebensfreiheit Betroffener extrem einschränken. Darüber hinaus können sie Hinweis auf eine zugrundeliegende Erkrankung im Bereich des Verdauungstraktes, des Darms, geben.

Das Fachgebiet der Proktologie beschäftigt sich vorwiegend mit Erkrankungen im Bereich des Enddarms, aber auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, das Reizdarm-Syndrom oder Darmkarzinome werden in Absprache mit einem Proktologen behandelt. Anhand hochmoderner Untersuchungsmethoden können Darmerkrankungen heute besonders präzise und frühzeitig diagnostiziert werden und ein geeigneter Behandlungsplan erstellt werden. Leider zählen Gespräche über dieses Thema bislang zu den Tabus unserer Gesellschaft, weshalb viele Betroffene oft jahrelang unter Symptomen leiden ohne sich an einen Spezialisten zu wenden. Dabei sind Beschwerden des Darm- und Analbereiches bei weitem keine Seltenheit.

Zu den häufigsten Erkrankungen mit denen sich Patienten an einen Proktologen wenden, zählen beispielsweise Hämorrhoiden. Mit steigendem Lebensalter nimmt auch die Zahl der Betroffenen stetig zu, sodass fast die Hälfte der über 50 jährigen unter Hämorrhoiden leidet. Werden Hämorrhoiden in einem frühen Stadium behandelt, so kann dies auf minimalinvasiven Wege erfolgen. Häufig wird hierfür die Blutzufuhr der Hämorrhoiden unterbunden, wodurch diese entfernt werden. Lediglich sehr ausgeprägte Hämorrhoiden benötigen heute noch einen chirurgischen Eingriff. 

Auch Feigwarzen oder Ekzeme im Analbereich gehören zu den Behandlungsgebieten eines Proktologen. 

Handelt es sich um Beschwerden wie Analfissuren, Analabszesse oder Analfisteln so bietet die Proktologie auch hierfür verschiedene Behandlungsmethoden um im individuellen Fall optimale Ergebnisse ermöglichen zu können. Leiden Patienten unter Stuhlinkontinenz, so kann der Proktologe Patienten dabei helfen die Ursache für dieses unangenehme Symptom zu finden und erarbeitet zusammen mit dem Patienten einen geeigneten Behandlungsplan. Auch das sogenannte Leaky Gut Syndrom, bei dem es zu einer Störung der Darmschutzfunktion und dem Austreten schädlicher Toxine in den Blutkreislauf kommt, lässt sich durch eine maßgeschneiderte Behandlung bei einem Proktologen gut behandeln. 

Besonders bei bösartigen Darmveränderungen wie Darmkarzinom oder Rektumkarzinom bietet eine frühzeitige Erkennung und Behandlung bestmögliche Heilungschancen. Neben einer Darmspiegelung kann auch eine sogenannte Proktoskopie dabei helfen Veränderungen im Bereich des Enddarms zu erkennen. Um bösartige Veränderungen frühzeitig erkennen zu können und das Risiko von Darmkrebs maßgeblich zu senken, übernehmen Krankenkassen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Darmspiegelungen. Da Darmkrebs gerade in frühen Stadien gut behandelbar ist, meist jedoch noch keine Beschwerden verursacht, ist ein regelmäßiger Vorsorgecheck auch ohne Beschwerden ratsam.

Weitere Informationen zu einzelnen Behandlungen aus dem Fachgebiet der Proktologie finden Sie auf unseren Behandlungsseiten. Wünschen Sie einen Beratungstermin bei einem unserer Spezialisten, nutzen Sie bitte das Kontaktformular oder nehmen telefonisch Kontakt auf.

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