Schlafstörungen

Im Laufe seines Lebens macht fast jeder Mensch einmal die Erfahrung, am Abend nicht in den Schlaf finden zu können oder während der Nacht wiederholt mit Sorgen zu erwachen. Bereits eine einzelne Nacht ohne erholsamen Schlaf kann den folgenden Tag mühsam erscheinen lassen – ist der Schlaf aber längerfristig gestört, empfiehlt sich häufig eine eingehende schlafmedizinische Untersuchung. Denn nur eine fachgerechte Diagnostik ermöglicht die nachhaltige Linderung einer Schlafstörung.

Ursachen von Schlafstörungen

Mögliche Ursachen einer Schlafstörung stellen sich ebenso vielfältig dar wie bekannte Störungsformen selbst. Neben äußeren Einflüssen wie anhaltendem Lärm, Medikamentenkonsum und unregelmäßigen Schlafrhythmen können sich hinter einer Schlafstörung beispielsweise psychische und/oder physische (organische) Ursachen verbergen.

Schnarchen, das als die häufigste Schlafstörung sowohl mit als auch ohne Schlafapnoe (einem kurzzeitigen Atemstillstand) auftreten kann, wird je nach Patient etwa durch Faktoren wie Übergewicht, fortgeschrittenes Lebensalter und erhöhten Alkoholkonsum begünstigt.

Hinter einer Vielzahl an Schlafstörungen verbergen sich neurologische Ursachen: Die sogenannte Insomnie beruht als Ein- und Durchschlafstörung auf einer unzureichenden Fähigkeit zur Entspannung. Bei der Narkolepsie handelt es sich um eine Schlafsucht, die genetisch bedingt sein kann. Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) bezeichnet im Wesentlichen eine Einschlafstörung, die aus Missempfindungen in den Beinen und einem begleitenden Bewegungsdrang resultiert. Auch Depressionen können aufgrund von Symptomen wie innerer Unruhe und Anspannung zu Schlafstörungen führen. Parasomnien, zu denen unterschiedliche Aufwachstörungen wie das Schlafwandeln, das Zähneknirschen sowie das Sprechen im Schlaf zählen, können vor allem bei erwachsenen Patienten auf eine vorliegende Grunderkrankung hindeuten.

Bin ich von einer Schlafstörung betroffen?

Bei Patienten, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg in ihrer Schlafqualität beeinträchtigt fühlen, ist in der Regel eine diagnostische Abklärung möglicher Hintergründe ratsam. Der behandelnde Facharzt informiert seine Patienten auf Wunsch über geeignete Untersuchungsmethoden.

 

Um erste Klarheit über eine mögliche Schlafapnoe zu gewinnen, stehen Interessenten beispielsweise mobile und handliche Schlafrekorder zur Verfügung, die am Körper getragen werden und individuelle Schlaf-Parameter ermitteln. Auch bei vorliegenden Durchschlafstörungen können mobile Messgeräte der Ursachendiagnostik dienen – entsprechende Geräte sind beispielsweise für mehrere Tage am Handgelenk zu tragen, wo sie den Schlaf-Wach-Rhythmus des Patienten aufzeichnen.

Empfehlen sich im Einzelfall weiterführende diagnostisch Maßnahmen, kommt beispielsweise die Untersuchung in einem Schlaflabor infrage: Im Rahmen einer stationären Nachtruhe überwachen unterschiedliche Untersuchungsinstrumente individuelle Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Atemgeräusche, Atmungsaktivität, Hirnaktivität und Körperbewegungen.

Therapie von Schlafstörungen

Eine erfolgreiche Therapie von Schlafstörungen erfordert zunächst eine abgeschlossene Ursachendiagnostik. Belegen diagnostische Schritte im Einzelfall beispielsweise eine ursächliche Grunderkrankung wie Depressionen, so setzt eine individuelle Therapie in der Regel zunächst an der entsprechenden Krankheit an. Ergänzende Therapiebausteine widmen sich oft der Förderung der individuellen Schlafhygiene (also der Schaffung geeigneter Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf).

 

Zwecks Therapie neurologischer Schlafstörungen wie RLS (Restless-Legs-Syndrom) und Narkolepsie stehen der Medizin unter anderem Arzneimittel zur Symptombekämpfung zur Verfügung. Eine Therapie der Insomnie fokussiert häufig die bei Betroffenen vorliegende gesteigerte Reaktionsbereitschaft des Gehirns.

Zur Behandlung von Schlafapnoe kann sich je nach individueller Befundsituation beispielsweise der Einsatz von Medikamenten oder das Anpassen einer sogenannten Schnarchschiene (in der Medizin auch als Protrusionsschiene bezeichnet) empfehlen. Erzielen entsprechende Therapiemethoden keinen ausreichenden Effekt, eignet sich bei vorliegendem obstruktiven Schlafapnoesyndrom häufig die CPAP- bzw. Continuous-Posivite-Airway-Pressure-Therapie: Während der Nachtruhe trägt der Patient eine an ein Beatmungsgerät angeschlossene Nasenmaske. Das Gerät bewirkt einen Beatmungsdruck, der die Atemwege des Patienten frei hält und Schnarchen sowie Atemaussetzern entgegenwirkt.

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