Vaginalstraffung

Der Feuchtigkeitsgehalt der Haut beginnt sich ab dem 30. Lebensjahr zu verändern. Ab dem 45. Lebensjahr nimmt die Spannkraft der Haut und der darunter liegenden Muskulatur dann weiter stetig ab. Sie verliert ihre Vitalität und Elastizität. Dieser Alterungsprozess der Haut findet überall am Körper statt, so unter anderem auch im Vaginalbereich.

Sinkende Östrogenwerte können mit zunehmendem Alter dazu führen, dass Vaginalschleimhaut und Genitalgewebe dünner und empfindlicher werden. Die Vagina verliert durch verminderte Feuchtigkeit ihre Schutzschicht und die Anfälligkeit für Entzündungen steigt. Für die Abnahme von Elastizität und Straffheit im Scheidenbereich gibt es aber außer dem normalen Alterungsprozess noch weitere Gründe. Zum Beispiel nach der Geburt eines Kindes, bei starken Gewichtsschwankungen und aufgrund eintretender Veränderungen im Hormonhaushalt in den Wechseljahren und nach der Menopause lässt die Festigkeit des Gewebes in der Vagina nach. Die Schleimhaut im Inneren verliert an Elastizität und Feuchtigkeit, Vaginalschleimhaut und Genitalgewebe werden zunehmend dünner.
Nicht alle Frauen sind dabei gleich stark betroffen. Schätzungsweise leiden jedoch 50 % aller Frauen während der einsetzenden Menopause unter lästigen Symptomen wie Jucken oder Brennen im Genitalbereich, geringer Feuchtigkeit in der Scheide, leichter Inkontinenz (nach ein oder mehreren Geburten auf natürlichem Weg) und unter Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch die Anfälligkeit für Entzündungen steigt.
Diese Beschwerden gehen häufig mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität und sinkendem Selbstbewusstsein einher. Zudem verschlechtern sich die Symptome im Laufe der Zeit, wenn man sie nicht behandeln lässt. Alltägliches wie Beruf, Reisen, Sport und soziale Ereignisse können so bald zum Stressfaktor werden. Manche Aktivitäten werden dann schlimmstenfalls sogar gemieden.

Was ist vaginale Lasertherapie?

Die vaginale Lasertherapie ist eine neuartige, minimalinvasive Laserbehandlung der Vagina, deren Ziel es ist, den ursprünglichen Stoffwechsel des Bindegewebes wiederherzustellen und den Zustand der Schleimhaut zu verbessern. Die schonende Methode arbeitet mit einem fraktionierten CO2--Lasersystem, wie zum Beispiel mit dem FemiLift® oder dem MonaLisa Touch®, die speziell für diese Art der Behandlung entwickelt wurden. Sie eignet sich für jede Frau in den Wechseljahren, wie auch für diejenigen, die unter postmenopausalen Beschwerden in Folge einer Gebärmutterentfernung oder Brustkrebs-Behandlung leiden.
Dieses neue Verfahren kann aber auch Frauen helfen, die bei körperlicher Anstrengung, zum Beispiel beim Sport, beim Niesen oder beim Heben von Lasten ungewollt Urin verlieren, also an Belastungsinkontinenz oder Sportinkontinenz leiden. Ebenso ist die Laserbehandlung für Patientinnen mit einer hormonmangelbedingten Scheidentrockenheit geeignet, die keine lokale Hormontherapie anwenden möchten oder aus gesundheitlichen Gründen nicht dürfen.

Behandlung

Wirkung 

Die hochmoderne Laserbehandlung, die in der Schönheitsmedizin auch zur Hautverjüngung und Hautstraffung im Gesicht verwendet wird, erzielt einen effektiven thermischen Effekt zur Anregung des Kollagenaufbaus in der Vagina.

Durch die minimale Ablation (Abtragung) des Gewebes während der Laserbehandlung entstehen Mikroverletzungen in dem überdehnten Bindegewebe sowie in der Muskulatur. Dies regt die Heilungsprozesse im Gewebe an. Im Vaginalgewebe werden Kollagen und neue kleine Blutgefäße gebildet, die bestehenden elastischen Fasern gestrafft. Das umliegende Gewebe bleibt dabei jedoch intakt. Das dabei entstehende Kollagen hydratisiert die Schleimhäute und gibt ihnen Feuchtigkeit zurück. Der natürliche ph-Wert und die Struktur der Schleimhaut wird wieder hergestellt. Damit wird die Flexibilität und Spannkraft erhöht und die natürliche Empfindlichkeit des vaginalen Gewebes zurückgewonnen. Die Vaginalschleimhaut gewinnt zudem an Volumen und Elastizität – das Genitalgewebe wird besser durchblutet und die Vagina insgesamt verengt. 

Die Behandlung reduziert auf diese Weise Unannehmlichkeiten wie Jucken, Brennen und Spannungsgefühle und hilft, das sexuelle Empfinden zu verbessern. Symptome der leichten Belastungsinkontinenz oder Stressinkontinenz werden infolge der anregenden Wirkung des Lasers auf die Schleimhaut wesentlich reduziert. Außerdem schützt eine gesunde Schleimhaut vor Erkrankungen, wie zum Beispiel Scheidenpilz oder Harnwegsinfekten, die vor allem aufgrund von Scheidentrockenheit vermehrt auftreten können. 

Ablauf

Der Behandlung sollte eine Untersuchung beim behandelnden Gynäkologen vorausgehen, um lokale oder systemische Erkrankungen auszuschließen. Für das minimalinvasive Verfahren sind keinerlei Hautschnitte oder Nähte nötig. Die Behandlung verläuft besonders komfortabel, lediglich ein Wärmegefühl wird während der Laserbehandlung empfunden. In der Regel ist deshalb auch keine lokale Betäubung erforderlich – auf Wunsch kann jedoch vor der Laserbehandlung eine leichte Betäubungscreme auf den zu behandelnden Bereich aufgetragen werden. Eine Laserbehandlung nimmt je nach Befund circa 30 Minuten oder weniger in Anspruch und kann ambulant durchgeführt werden. 

Die Laserbehandlung erfolgt auf einem normalen Untersuchungsstuhl. Ähnlich wie bei einem vaginalen Ultraschall führt der behandelnde Arzt einen stabförmigen Laser-Applikator in die Vagina ein, um dort das Gewebe zu behandeln.  Der Laser-Applikator ist mit einer hygienischen Schutzkappe zur einmaligen Verwendung versehen. 

Während der Behandlung dreht der Arzt den Applikator insgesamt um 360 Grad, um die gesamte Scheideninnenwand zu erfassen. Die 360 Grad-Bewegung wird in einzelnen Abschnitten durchgeführt und garantiert damit eine gleichmäßige Verteilung der Laserenergie. Während der gezielten kontinuierlichen Fortbewegung tastet der Laser die Vaginalschleimhaut ab, während er zielgenau Laserlicht abgibt, das schonend die Struktur des Gewebes verbessert. 

Das FemiLift der Firma Alma Lasers hilft Frauen zu mehr Wohlbefinden.

Nachsorge

In der Regel kann die Patientin direkt nach der Behandlung wieder ihren normalen Tätigkeiten nachgehen. Allerdings ist es im Sinne eines erfolgreichen Behandlungsverlaufs empfehlenswert, zwei bis drei Tage auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Ebenso wird empfohlen, schwere körperliche Betätigungen sowie sportliche Aktivitäten zu meiden und den Besuch des Schwimmbads oder der Sauna zu unterlassen.

Risiken und Nebenwirkungen

Da die Lasermethode den gewünschten Effekt ohne einen operativen Eingriff erzielt, sind somit operationsbedingte Risiken, wie Überempfindlichkeiten, Entzündungen, Narben oder Verletzungen ausgeschlossen.

Die Heilungszeit ist sehr kurz, in der Regel nicht länger als drei Tage. Während dieser Zeit kann es zu einer vermehrten Sekretbildung kommen. Dies ist eine normale Reaktion und sie verschwindet nach ein bis zwei Tagen. Nach dem Eingriff können zudem leichte Schwellungen und Rötungen im Vaginalbereich auftreten, die in der Regel ebenfalls nach ein bis zwei Tagen abklingen. 

Ergebnis

Für eine Behandlung der Vagina sind durchschnittlich etwa drei Sitzungen im Abstand von jeweils sechs Wochen notwendig. Wie viele Behandlungen im individuellen Fall erforderlich sind, muss in Absprache mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Eine Abschwächung der Symptome kann aber bereits direkt nach der ersten Behandlung beobachtet werden. Um die Ergebnisse zu bewahren, sind Auffrischungsbehandlungen im Abstand von einigen Monaten bzw. jährlich empfehlenswert. Erste Ergebnisse sind in der Regel sofort spürbar, wobei der straffende Effekt des gestärkten Kollagens erst nach einiger Zeit voll zum Tragen kommt.

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