Veneers

Der Einfluss schöner Zähne auf die Optik eines Menschen wird oft unterbewertet. Dabei sind sie es, die dem Gegenüber suggerieren, dass eine Person jung und gesund ist. Darüber hinaus sind schöne Zähne auch für den Erfolg in Beruf und Privatleben entscheidend. Doch verfügen die wenigsten Menschen von Natur aus über ein filmreifes Lächeln.

Oftmals beeinträchtigen Schiefstellungen, Disproportionen oder gar Lücken die perfekte Optik. Darüber hinaus ist eine weiße Färbung für eine ansprechende Optik unerlässlich. Im Laufe der Jahre kommt es beispielsiweise durch den Genuss bestimmter Lebensmittel zu einer unschönen Verfärbung der Zähne. Während diese im hinteren Zahnbereich nicht so sehr ins Gewicht fallen, sind sie im Frontzahnbereich auf den ersten Blick sichtbar. Mit hauchdünnen Keramikverblendungen, den sogenannten Veneers, lässt sich die Optik des Gebisses schonend und dauerhaft verbessern und verhilft Betroffenen zu einem strahlenden Lächeln. 

Was sind Veneers?

Bei Veneers handelt es sich um hauchdünne Verblendschalen, die dauerhaft auf den Zähnen befestigt werden, um deren Optik zu verbessern. Sie werden individuell angefertigt und sind zum Kaschieren von starken Verfärbungen, abgesplitterten oder abgebrochenen Kanten und leichten Zahnfehlstellungen im Bereich der Vorderzähne und aller sichtbaren Zähne geeignet. Mithilfe von Veneers lassen sich darüber hinaus auch kleinere Zahnlücken optimal kaschieren. Sie reflektieren das Licht wie echte Zähne und wirken dadurch vollkommen natürlich. Im Gegensatz zu Kronen, die häufig im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich verwendet werden, geht bei der Verwendung von Veneers keine Zahnsubstanz verloren, sodass die eigenen Zähne durch die aufgesetzten Verblendungsschalen sogar geschont werden.

Außerdem sitzen sie perfekt, haben eine hohe Funktionalität und sind sehr gut verträglich. Auf der Oberfläche kann sich keine Plaque bilden und somit keine neuen Verfärbungen entstehen. Veneers können individuell an die Farbe der Zähne des jeweiligen Patienten angepasst werden oder sie leicht aufhellen. Auch im Gegensatz zu einem chemischen Bleaching, bei dem die Zahnoberfläche in Mitleidenschaft gezogen wird, können Veneers durch ihre zahnschonende Multifunktionalität überzeugen.

Keramik oder Kunststoff Veneers

Die Zahnverblendschalen sind in zwei Ausführungen erhältlich: in der am häufigsten verwendeten Keramikausführung und der nur selten angewandten Variante aus Kunststoff. Keramikveneers zeichnen sich insgesamt durch ihre natürlich Optik und eine lange Haltbarkeit aus, weshalb sie meist der Kunststoffvariante vorzuziehen sind. 

Außerdem gibt es unterschiedliche Veneer-Typen, die je nach Art der Zahn-Unregelmäßigkeit bzw. Ausgangssituation oder auch Wunsch des Patienten, zum Einsatz kommen. Die "konventionellen" Veneers, sogenannte Prep-Veneers sind etwa 1 mm dick. Die dünneren, sogenannten "Non-Prep-Veneers" sind dagegen lediglich 0,3 bis 0,6 mm dick. Zu diesem Veneer-Typ gehören auch die in den USA hergestellten "Lumineers". Sie haben den Vorteil, dass sie sich fast rückstandslos entfernen lassen. Somit eignen sich Lumineers auch für kurzfristige Zwecke, wie zum Beispiel für eine Hochzeit, auf deren Fotos man mit einem strahlenden Lächeln in Erinnerung bleiben möchte. Da sie aber äußerst dünn sind, können sehr stark verfärbte Zähne möglicherweise nicht zufriedenstellend verblendet werden. 

Daneben gibt es Sofort-Veneers (Veneers-to-Go) aus Kunststoff. Diese Veneers sind eine Neuentwicklung, die in nur einer Sitzung direkt auf den Zahn modelliert werden. Der Vorteil von Sofort-Veneers ist neben der kurzen Behandlungsdauer der Preis. Dieser fällt im Vergleich zu Veneers und Lumineers günstiger aus. Allerdings haben sie auch ein großen Nachteil: Da Veneers-to-Go nicht individuell angefertigt werden, können diese nicht immer optimal an jeden Patienten und seine Zahnfarbe und Zahnform angepasst werden. 

Kunststoff- oder Komposit-Veneers werden aus zahnmedizinischen Kunststoffen im Direktverfahren gleich auf den Zahn modelliert. Komposit ist ein zahnfarbenes, formbares Dentalmaterial, das auch für klassische Füllungen verwendet wird. Beim direkten Veneering wird es auf die Zahnfronten aufgetragen. Die glatte Zahnoberfläche wird dazu mit einer speziellen Lösung nur leicht angeraut, damit das Komposit besser haftet. Grundsätzlich braucht jedoch keine Zahnsubstanz abgeschliffen werden, sodass das Komposit-Veneering auch für kleine Schönheitsfehler an gesunden Zähnen eine verantwortbare Lösung darstellt. Die Behandlung stellt für den Zahn somit kein Risiko dar. 

Je nach Ausgangssituation des Patienten und vorliegender Fehlstellungen bzw. Unregelmäßigkeiten kann es in einigen Fällen sogar sinnvoll sein, verschiedene Veneer-Techniken gleichzeitig anzuwenden, um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen.

Behandlungsablauf

Beratungsgespräch

Im Vorfeld der Zahnbehandlung mit Veneers findet ein Beratungsgespräch mit dem Patienten statt: Der Zahnarzt muss herausfinden, was genau den Patienten stört und welche Veränderung er sich wünscht. Dann erklärt er, welche Maßnahmen möglich sind und lässt ein Gipsmodell (Wax-up) und eine Kunststoffschiene (Mock-up) anfertigen. So kann der Patient einen ersten Einblick auf das spätere Ergebnis bekommen und kann so weitere Änderungswünsche noch besser äußern.

Veneer-Präparation

In der Regel sind im Anschluss mehrere Behandlungsschritte und Zahnarzttermine bis zu den fertigen Veneers notwendig. In einem ersten Schritt findet eine gründliche Reinigung der Zähne statt, die auch die Entfernung sämtlicher harter und weicher Zahnbeläge (Plaque) beinhaltet. Optional werden auch ältere Füllungen erneuert und eventuell vorhandene Karies behandelt. Es ist äußerst wichtig, dass die Zähne vollkommen gesund sind und keine Entzündungen im Mundraum vorliegen, bevor die Veneers angebracht werden.

Anschließend wird nach einer lokalen Betäubung wird der Zahnschmelz auf die Veneers vorbereitet, dafür werden zunächst minimale Teile des Zahnschmelzes, zwischen 0,3 mm bis 3 mm, vorsichtig angeschliffen. Die notwendige Dicke des Abtrags wird individuell ermittelt und hängt zum Beispiel von der Zahnstellung oder vorhandenen Verfärbungen ab. Diese Maßnahme sorgt dafür, dass die Zähne später nicht unnatürlich dick aussehen. Ein Abdruck der behandelten Zähne wird abgenommen, anhand dessen ein Zahntechniker die Veneers individuell im Dentallabor erstellen kann. In der Zwischenzeit erhält der Patient provisorische Kunststoffveneers. 

Wenn keine weiteren Eingriffe wie Zahnfleisch- oder Wurzelbehandlungen oder kieferorthopädische Maßnahmen nötig sind, und es keine Komplikationen gibt, erhält der Patient zehn bis 14 Tage nach dem ersten Beratungsgespräch seine individuell angefertigten Veneers. Bei diesem letzten Termin befestigt der Zahnarzt die Veneers am Zahn. Dafür verwendet er einen Spezialkleber (Zweikomponenten-Kleber), der für eine lange Haltbarkeit des Behandlungsergebnisses sorgt und gleichzeitig die Zahnsubstanz schont.

Risiken

Die Keramikschalen bieten eine sehr gute Möglichkeit, Zähne zu verschönern oder zu verbessern. Auch von unschönen Verfärbungen bleiben die natürlichen Zähne auf diese Weise verschont. Es ist dabei jedoch zu beachten, dass herkömmliche Veneers nicht rückgängig gemacht werden können. Wenn einmal ein Veneer auf den Zahn geklebt wurde, wird dieser Zahn für immer ein Veneer oder eine Krone brauchen, um optimal auszusehen. Da bei der Veneer-Präparation ein – wenn auch minimaler – Zahnsubstanz-Abtrag notwendig ist und die Veneers keine Ewigkeit halten, muss man davon ausgehen, dass diese im Laufe der Zeit eventuell erneuert werden müssen. Einen entscheidenden Vorteil bieten hier die sogenannten Non-Prep-Veneers oder die Lumineers, die ohne jegliche Zahnpräparation auskommen.

Diese spezielle Form der Veneers ist somit problemlos reversibel. Das bedeutet, dass diese Veneerart rückstandslos vom Zahn entfernt werden kann.

Die Veneers sollten deshalb immer nach sorgfältig gestellter Indikation eingesetzt werden. Es gibt allerdings Patienten, für die Veneers nicht zu empfehlen sind. Hierzu gehören zum Beispiel Personen, die knirschen oder die Angewohnheit haben, auf Gegenständen (Kugelschreiber, Nägel usw.) zu kauen. Für Nachtknirscher können jedoch spezielle Plastikschienen zum Schutz der Zähne angefertigt werden. Für Patienten mit Zähnen mit großen Füllungen oder Karies sollten besser Keramikkronen verwendet werden. Auch Personen, die ungeschützt Kampfsport betreiben, sollten auf den Einsatz von Veneers verzichten.

Nachsorge

Gute Veneers halten im Normalfall viele Jahre. Patienten können damit alles essen, auch rohe Karotten oder andere harte Lebensmittel, denn Veneers wurde so entwickelt, dass sie mit der natürlichen Funktion der Zähne mithalten. Um die Haltbarkeit optimal gewährleisten zu können, muss auf eine gute Mundhygiene geachtet werden. Außerdem sollten Veneers regelmäßig – etwa alle sechs Monate – in der Zahnarztpraxis überprüft werden. Dabei wird vor allem der spaltenfreie Sitz des Veneers überprüft, denn in Spalten können sich Bakterien festsetzen und für Karies oder Entzündungen sorgen. Man kann insgesamt davon ausgehen, dass die meisten Veneers bei guter Pflege und adäquatem Verhalten mindestens zehn Jahre und länger halten können.

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