Augenlasern

Ob Kurzsichtigkeit oder Altersweitsichtigkeit: Mit hochpräzisen Lasern lassen sich verschiedenste Sehfehler heute optimal behandeln. Diese Verfahren der Lasermedizin zeichnen sich durch eine enorme Sicherheit und Präzision in ihrer Wirkungsweise aus, sodass die Brechkraft des Auges optimal angepasst werden kann. Auf diese Weise wird auch stark fehlsichtigen Menschen wieder scharfes Sehen ohne Sehhilfe ermöglicht.

Seit den 1980er-Jahren ist die Korrektur von Fehlsichtigkeiten mittels Augenlaserbehandlung fester Bestandteil der Lasermedizin. Technischer Fortschritt und Weiterentwicklung der Methodik ermöglichen heutzutage schonende Behandlung und präzise Ergebnisse. Die Prognose ist ausgesprochen gut. In über 90 Prozent aller Fälle kann das angestrebte Ziel (Normalsichtigkeit beziehungsweise Abweichungen bis maximal 0,5 Dioptrien) erreicht werden.

Was versteht man unter refraktiver Chirurgie?

Unter refraktiver Chirurgie versteht man eine ganze Reihe unterschiedlicher chirurgischer Verfahren, die alle zum Ziel haben, die Gesamtbrechkraft des Auges zu verbessern. Dabei wird entweder an der Hornhaut oder der Linse angesetzt. Besonders häufig sind Augenlaserbehandlungen, bei denen es zur Korrektur der Hornhaut kommt.

Sinn und Zweck solcher Eingriffe ist stets eine deutliche Verbesserung der Sehkraft, sodass fortan auf Sehhilfen verzichtet werden kann. Mittlerweile sind refraktive chirurgische Verfahren Routine. Es handelt sich um kurze Eingriffe, die in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Das Augenlasern folgt dabei hohen Qualitätsstandards. Sofern man nach solch einer Augen OP bestimmte Maßnahmen beherzigt, ist die Prognose ausgesprochen gut.

Welche Fehlsichtigkeiten lassen sich korrigieren?

Refraktive Chirurgie wird zur effektiven Behandlung verschiedener Fehlsichtigkeiten eingesetzt. So kann man mit Hilfe unterschiedlicher Methoden Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit (Astigmatismus; verzerrtes Sehen) lasern lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich mittels refraktiver Operationsverfahren auch die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) beheben. Eine gut ausgewählte Klinik mit entsprechend ausgebildeten Spezialisten für Augenchirurgie ist stets Grundvoraussetzung für erfolgreiches Augenlasern.

Fehlsichtigkeit lasern: Gibt es Grenzen?

Tatsächlich gibt es in Bezug auf Augenlaserbehandlungen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten Grenzen beziehungsweise klare Ausschlussgründe.

Relevant ist neben der Dioptrienzahl die Hornhautbeschaffenheit – vor allem deren Dicke. Grenzwerte in der Dioptrienzahl können je nach verwendeter Methode sowie behandelnder Augenklinik variieren. Für die Dicke der Hornhaut gilt, dass nach dem Eingriff noch etwa 300 Mikrometer vorhanden sein müssen. Damit zählt eine zu dünne Hornhaut als definitiver Ausschlussgrund für das Augenlasern. Zudem darf sie auch nicht zu weich sein.

Grenzen ergeben sich auch im Hinblick auf das Alter des Patienten. So sind Augenlaserbehandlungen unter 18 Jahren verboten. Danach ist es zwar prinzipiell möglich, Fehlsichtigkeiten lasern zu lassen, in der Praxis erweist es sich aber häufig als sinnvoll, abzuwarten, bis die Strukturen des Augen ganz ausgewachsen sind. Das ist im Schnitt mit etwa 25 Jahren der Fall.

Beim Lasern einer Kurzsichtigkeit spielt das Alter ebenfalls eine Rolle. Ab etwa 40-45 Jahren kann sich eine bestehende Altersweitsichtigkeit nämlich ungünstig auswirken. Darüber hinaus sollten die Sehwerte vor einer Augenlaserbehandlung für einen gewissen Zeitraum – im Idealfalls ein bis zwei Jahre – stabil sein.

Schwierigkeiten können sich bei Erkrankungen wie chronisch trockenen Augen oder Neurodermitis im Gesichts- und Augenbereich ergeben. Dies muss im Vorfeld abgeklärt werden.

Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder Rheuma gelten vielerorts als Ausschlussgrund für das Augenlasern. Vor allem bei Diabetes wird aber durchaus im individuellen Fall entschieden. Unter bestimmten Voraussetzungen – allen voran ein gut eingestellter Blutzuckerspiegel sowie keinerlei Augenerkrankungen – ist es möglich, Augenlaserbehandlungen auch bei Diabetes durchzuführen.

Absolute Ausschlussgründe für das Lasern von Fehlsichtigkeiten sind stets schwere Augenerkrankungen (Grüner Star, Makuladegeneration) sowie Erkrankungen der Hornhaut (Keratokonus). Grauer Star muss im Vorfeld erfolgreich behandelt werden. Darüber hinaus werden während Schwangerschaft und Stillzeit keine Augenlaserbehandlungen durchgeführt. Grund sind entsprechende Hormonumstellungen, die sich auf die Sehkraft auswirken können.

Augenlaserbehandlung: mögliche Ausschlussgründe im Überblick

  • Über-/Unterschreitung der jeweiligen Grenzwerte in der Dioptrienzahl
  • Zu dünne beziehungsweise weiche Hornhaut
  • Alter unter 18 Jahren bzw. 25 Jahren, wenn Strukturen noch nicht ausgewachsen sind
  • Beim Lasern einer Kurzsichtigkeit: Altersweitsichtigkeit
  • Chronisch trockene Augen/Neurodermitis bedarf genauer Abklärung
  • Autoimmunerkrankungen (Diabetes, rheumatische Grunderkrankungen,…)
  • Augenerkrankungen/ Erkrankungen der Hornhaut (Grüner Star, Makuladegeneration, Keratokonus,...)
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Ist die Augenlaserbehandlung sicher?

Mögliche Risiken lassen Patienten auch heute noch vor dem Augenlasern zurückschrecken. Dabei werden Verfahren der refraktiven Chirurgie seit Jahren erfolgreich eingesetzt und laufend weiterentwickelt. Die Prognose nach Augenlaserbehandlungen ist hervorragend. Der überwiegende Anteil Betroffener profitiert von einer deutlichen Verbesserung der Sehkraft sowie dem Wegfall von Sehhilfen. Gerade im Berufs- und Alltagserleben wird dies als überaus angenehm empfunden.

Wenngleich Komplikationen nach einer derartigen Augenoperation überaus selten sind, können sie aber vorkommen. Eine umfassende Aufklärung durch den Spezialisten im Vorfeld des Augenlaserns muss demnach Standard sein.

Mögliche Risiken im Zusammenhang mit refraktiver Chirurgie:

  • Infektionen
  • Narbenbildung an der Hornhaut
  • Linsentrübung (Katarakt)
  • Hornhautvorwölbung (Keratektasie)
  • Wasseransammlungen in der Retina
  • Netzhautablösung
  • Schlechteres Sehen bei Dämmerung und Dunkelheit
  • Einschränkungen in Bezug auf das Kontrastsehen
  • Störungen in Bezug auf die Tränenfilmsekretion

Augenlasern: verschiedene Methoden im Überblick

Epitheliale Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK/Femto-LASIK)

Was ist LASIK?

Die epitheliale Laser-in-situ-Keratomileusis – auch als LASIK bekannt – hat sich mittlerweile als Standardverfahren im Rahmen von Augenlaserbehandlungen einen Namen gemacht. Keine andere Methode kommt häufiger zum Einsatz.

Bei LASIK wird die Hornhaut nicht oberflächlich bearbeitet, sondern unter einem sogenannten Flap (Öffnung/Deckel) in der Tiefe modelliert. Der Flap wird dabei entweder mit einer speziellen Klinge, dem Mikrokeratom, in die Hornhaut geschnitten (LASIK) oder aber es kommt dazu ein Femtosekundenlaser zum Einsatz (Femto-LASIK).

Wie wird LASIK durchgeführt?

Bei LASIK wird die Hornhaut unter einem Deckel (Flap) modelliert. Das heißt, es müssen Schnitte gesetzt werden. Diese erfolgen kreisrund entweder mit einem chirurgischen Instrument (LASIK) oder mit einem Femtosekundenlaser (Femto-LASIK). Als Weiterentwicklung der ursprünglichen LASIK, erfolgt die Femto-LASIK noch präziser und schonender.

Der Flap wird in die Hornhaut geschnitten, bleibt aber mit ihr in Verbindung. So kann die Öffnung einfach zur Seite geklappt werden. Nachdem die Hornhaut unter dem Flap entsprechend der jeweiligen Fehlsichtigkeit mit einem Excimerlaser modelliert wurde, wird der Flap wieder zurückgeklappt und schließt sich. Das geschieht unter ständigem Spülen. Im Vergleich zu PRK oder LASEK, ist LASIK besonders schonend und von weniger Nebenwirkungen begleitet.

Wann ist der Einsatz von LASIK sinnvoll?

Mittels LASIK können auch hohe Fehlsichtigkeiten korrigiert werden. Je nach behandelnder Klinik, werden Kurzsichtigkeit bis -12 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +6 Dioptrien sowie Hornhautverkrümmung bis 6 Dioptrien behandelt. Damit LASIK aber zum Einsatz kommen kann, muss eine bestimmte Hornhautdicke gegeben sein (über oder gleich 500μm).

Vor- und Nachteile von LASIK

Unschlagbarer Vorteil von LASIK beziehungsweise Femto-LASIK ist, dass sie sehr schonend und präzise erfolgt. Auch starke Fehlsichtigkeiten können korrigiert werden und das bei überschaubaren Nebenwirkungen. Die Heilungsdauer ist mit etwa ein bis zwei Tagen denkbar kurz. Patienten haben kaum mit Schmerzen oder Nebenwirkungen zu kämpfen. Die Sehkraft stellt sich innerhalb kürzester Zeit ein.

Demgegenüber kann eine LASIK bei zu geringer Hornhautdicke nicht durchgeführt werden. Auch flapbedingte Risiken müssen bedacht werden. Dadurch, dass in der Tiefe gearbeitet wird, zeigen sich etwaige Infektionen zudem oftmals hartnäckiger. 

Risiken und Nebenwirkungen bei LASIK

Da das Hornhautepithel kaum in Mitleidenschaft gezogen wird, ist bei LASIK in der Regel mit geringen Nebenwirkungen zu rechnen. Am ehesten treten leichtes Brennen, Trockenheits- oder Fremdkörpergefühl auf. Das aber meist nur für wenige Stunden.


Laser-epitheliale Keratomileusis (LASEK)

Was ist LASEK?

Die Laser-epitheliale Keratomileusis – kurz LASEK – ist eine Weiterentwicklung beziehungsweise Variante von PRK. Das Prinzip ist grundsätzlich ähnlich. Nachdem das Epithel hier aber nur kurzfristig zur Seite geschoben wird, geht die Wundheilung schneller vonstatten. Die Methode, die auch gerne als Mischung aus PRK und LASIK beschrieben wird, ist schonender.

Wie wird LASEK durchgeführt?

Wie bei PRK, wird auch bei LASEK die Hornhautoberfläche mit Hilfe von Lasertechnologie modelliert, sodass Fehlsichtigkeiten ausgeglichen werden können. Allerdings wird die schützende Epithelschicht im Vorfeld nicht abgetragen, sondern mit einer Alkohollösung vorsichtig gelöst, zur Seite geschoben und nach dem Eingriff wieder zurückgeschoben. Nachdem sich die Epithelschicht also nicht vollständig regenerieren muss, ist mit einer kürzeren Heilungsphase zu rechnen.

Wie andere Augenlaserbehandlungen auch, nimmt LASEK nicht viel Zeit in Anspruch. Die gesamte Behandlungsdauer beträgt nicht mehr als zehn Minuten pro Auge. Der Eingriff findet ambulant unter Gabe von anästhetischen Augentropfen statt.

Wann ist der Einsatz von LASEK sinnvoll?

Je nach behandelnder Klinik, kann LASEK bei Kurzsichtigkeit bis -8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien oder Hornhautverkrümmung bis 6 Dioptrien eingesetzt werden (Grenzwerte variieren). Ähnlich wie PRK, ist LASEK bei einer geringen Hornhautdicke die Methode der Wahl.

Vor- und Nachteile von LASEK

Bei LASEK muss sich das Epithel nicht vollständig regenerieren, was weniger postoperative Schmerzen zur Folge hat, als das bei PRK der Fall ist. Dennoch ist mit einer Heilungszeit von drei bis sieben Tagen zu rechnen. Hier sind leichte Schmerzen, Brennen, Trockenheits- oder Fremdkörpergefühl vorherrschend. Bis sich die Sehkraft zur Gänze einstellt, dauert es einige Wochen.

Großer Vorteil von LASEK ist, dass sie auch bei dünner Hornhautbeschaffenheit zur Anwendung kommen kann.

Risiken und Nebenwirkungen bei LASEK

Die Wundheilung bei LASEK ist mit leichten Schmerzen verbunden. Patienten empfinden außerdem häufig über einige Tage Brennen, Jucken sowie ein Trockenheits- oder Fremdkörpergefühl. In seltenen Fällen kann es zu Wundheilungsstörungen beziehungsweise Infektionen kommen.

Photorefraktive Keratektomie (PRK)

Was ist PRK?

Die photorefraktive Keratektomie – kurz PRK – ist die älteste Methode aller Augenlaserbehandlungen. Seit den späten 80er-Jahren wird sie durchgeführt. Wie bei allen anderen Methoden auch, kommt es zum Eingriff an der Hornhaut. Dazu wird die Epithelschicht auf der Hornhaut im Vorfeld entweder mechanisch oder mit Lasertechnologie entfernt. Anschließend wird die Hornhautoberfläche mittels Laser (i.d.R. Excimerlaser) modelliert. So können verschiedene Fehlsichtigkeiten ausgeglichen werden. Das Epithel wird nicht wiederverwendet, sodass die Wundheilung ein wenig länger in Anspruch nimmt.

Wie wird PRK durchgeführt?

Der Eingriff selbst wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt (anästhetische Tropfen) undnimmt insgesamt nicht mehr als etwa zehn Minuten pro Auge in Anspruch. Das Lasern der Fehlsichtigkeit selbst dauert mit wenigen Sekunden vergleichsweise kurz.

Wann ist der Einsatz von PRK sinnvoll?

Je nach behandelnder Klinik, kann die PRK bei Kurzsichtigkeit bis -8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien oder Hornhautverkrümmung bis 6 Dioptrien eingesetzt werden (Grenzwerte variieren). Nachdem sich Methoden des Augenlaserns weiterentwickelt haben, kommt PRK heute nicht mehr so häufig zum Einsatz wie früher. Es gibt jedoch Voraussetzungen, unter denen sie sinnvoll ist. Vor allem bei sehr dünner Hornhaut in Kombination mit geringgradigen Fehlsichtigkeiten ist das der Fall.

Vor- und Nachteile von PRK

Nachteilig an der PRK – vor allem im Vergleich zu nachfolgend entwickelten Methoden – ist, dass Patienten durchaus mit starken Nebenwirkungen rechnen müssen. Nachdem das Epithel vollständig entfernt wird, muss es sich regenerieren. Die Wundheilung sorgt für unangenehme Begleiterscheinungen. Auch dauert es einige Wochen, bis sich die Sehkraft zur Gänze einstellt.

Demgegenüber ist es von großem Vorteil, dass Augenlaserbehandlungen mit PRK auch bei dünner Hornhaut möglich sind. Generell wird die Hornhaut recht wenig angegriffen, was in Bezug auf mögliche Folgeeingriffe sinnvoll sein kann.

Risiken und Nebenwirkungen bei PRK

Wie bereits erwähnt, muss bei PRK mit einer längeren Wundheilungsdauer gerechnet werden. Es ist nicht unüblich, dass Patienten unangenehme Begleiterscheinungen bis zu zehn Tagen nach dem Eingriff noch spüren. Solche sind neben generellen Schmerzen auch verstärktes Jucken, Brennen, Augentränen sowie Trockenheits- und Fremdkörpergefühl. Nachdem sich das schützende Epithel regenerieren muss, besteht ein leicht erhöhtes Infektionsrisiko. Auch vorübergehende Trübungen der Hornhaut treten etwas häufiger auf als bei anderen Methoden.

Augenlaserbehandlung: Welche Methode ist empfehlenswert?

Welche Methode bei der Augenlaserbehandlung schlussendlich zum Einsatz kommt, entscheidet sich im Anschluss an die augenärztlichen Voruntersuchungen. Abhängig ist das von verschiedenen Faktoren. Nicht nur ist relevant, welche Art der Fehlsichtigkeit korrigiert werden soll, auch Hornhautbeschaffenheit sowie Dioptrienzahl sind ausschlaggebend.

Augenlasern: Welche Voruntersuchungen sind notwendig?

Um festzustellen, ob die bestehende Fehlsichtigkeit gelasert werden kann und welche Methode dazu gegebenenfalls zum Einsatz kommt, sind diverse Vor- und Eignungsuntersuchungen notwendig. Diese dienen gleichsam einer guten Operationsplanung. Im Regelfall werden mit Hilfe verschiedenster Methoden die Augen genau untersucht und vermessen. Dies kann je nach behandelnder Augenklinik durchaus variieren. Im Anschluss erfolgt ein individuelles Informations- und Aufklärungsgespräch.

Nachdem im Rahmen der Voruntersuchungen pupillenerweiternde Augentropfen zum Einsatz kommen, ist anschließend im Straßenverkehr Vorsicht geboten. Wenn möglich, nimmt man am besten eine Begleitperson mit. Außerdem dürfen im Vorfeld der Untersuchungen keine Kontaktlinsen verwendet werden. Bei weichen Linsen sollte die Karenz eine Woche andauern, bei harten Linsen drei Wochen.

Refraktive Chirurgie: gängige Voruntersuchungen im Überblick

  • Spaltlampenuntersuchung: Die Augenstrukturen können hier stark vergrößert besehen und auf Defekte untersucht werden.
  • Endothelmikroskopie: Die Endothelzellen der Hornhaut werden genau untersucht, sodass Rückschlüsse auf Funktionsfähigkeit und Gesundheit der Hornhaut möglich sind.
  • Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie)
  • Sehstärkenmessung
  • Refraktometrie: Die exakte Sehschärfe wird ermittelt.
  • Brillenstärkenmessung
  • Augendruckmessung (Tonometrie)
  • Optische Biometrie: Der Augapfel und seine Strukturen werden präzise vermessen.
  • Pulpillometrie: Die Pupillengröße wird unter verschiedenen Lichtbedingungen vermessen.
  • Pentacam Hornhaut-Untersuchung: Bei dieser Untersuchung wird eine Vorderabschnitt-Tomographie des Auges erstellt. So können unter anderem Höhendaten, Krümmungsdaten sowie die Tiefe der Vorderkammer abgebildet werden.



Richtiges Verhalten vor der Augen OP

Es ist wichtig, dass sich der Patient im Vorfeld der Augenoperation an die Anweisungen der behandelnden Augenklinik hält. Für den reibungslosen Ablauf der Augenlaserbehandlung ist das Grundvoraussetzung. Harte Kontaktlinsen dürfen drei Wochen vor dem Augenlasern nicht mehr zum Einsatz kommen, weiche Kontaktlinsen müssen eine Woche davor weggelassen werden.

Zudem werden einige Tage vor dem Operationstermin mehrmals täglich vorbereitende Augentropfen angewendet.

Am Tag der Augenlaserbehandlung selbst dürfen Mahlzeiten und Dauermedikamente wie gewöhnlich eingenommen werden. Allerdings müssen Patienten das Rauchen verlässlich einstellen. Außerdem dürfen Make-up, Parfum oder alkoholhaltiges Deo nicht aufgetragen werden. Auch auf Schmuck gilt es zu verzichten.

Betäubung bei der Augenlaserbehandlung

Im Vorfeld der Augenlaserbehandlung kommen vorbereitende Augentropfen zum Einsatz. Die Betäubung selbst erfolgt mittels anästhetischer Augentropfen. Auge und Hornhaut sind auf diese Weise ausreichend betäubt, der Patient selbst ist während des Eingriffes bei Bewusstsein.

Wie wird eine Kurzsichtigkeit korrigiert?

Bei der Kurzsichtigkeit (Myopie) ist die Brechkraft des Auges zu hoch. Das hat zur Folge, dass sich das Licht nicht auf der Netzhaut selbst bündelt, sondern davor. Die häufigste Ursache dafür ist, dass der Augapfel im Vergleich zur Brechkraft der Linse zu lang ist. Betroffene sehen entfernte Objekte unscharf.
Bis zu einer bestimmten Dioptrienzahl (variiert je nach Augenklinik und Methode) kann man die Kurzsichtigkeit gut lasern lassen. Dabei wird die Brechkraft des Auges reduziert. Mit der individuell passenden Methode trägt der Spezialist für Augenchirurgie Hornhaut in einem Ausmaß ab, das die Brechkraft wieder stimmig werden lässt. Ist die Dioptrienzahl zu hoch, gibt es im Rahmen der refraktiven Chirurgie außerdem die Möglichkeit, direkt an der Linse anzusetzen. (Linsentausch, Einsetzen einer Kunstlinse)

Wie wird eine Weitsichtigkeit korrigiert?

Bei der Weitsichtigkeit (Hyperopie) sehen Betroffene nahe Objekte unscharf. Der Grund dafür ist, dass die Brechkraft des Auges zu gering ausfällt. Das Licht bündelt sich demnach nicht auf Netzhaut selbst, sondern dahinter. Häufig ist der Augapfel im Vergleich zur Brechkraft der Linse zu kurz (Achsenhyperopie).

Es besteht die Möglichkeit, Weitsichtigkeit lasern zu lassen, um folgend auf Sehhilfen verzichten zu können. Mittels Laser wird die Hornhaut entsprechend geformt. Sie erhält eine stärkere Krümmung, um die Brechkraft zu erhöhen. Die Weitsichtigkeit wird auf diese Weise ausgeglichen. Je nach behandelnder Klinik und Methode werden Augenlaserbehandlungen zur Behebung der Hyperopie bis etwa +6 Dioptrien durchgeführt. Bei stärkerer Weitsichtigkeit ist ein Linsenimplantat Mittel der Wahl.

Korrektur von Astigmatismus

Was versteht man unter Astigmatismus?

Bei Astigmatismus – auch Stabsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung – erscheinen Objekte in der Nähe oder Ferne unscharf. Das Licht kann aufgrund von Unregelmäßigkeiten der Hornhaut nicht stimmig gebündelt werden. Folgend ist die Abbildung auf der Netzhaut nicht korrekt. Astigmatismus kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Je nach Ausprägung, sorgt das verzerrte Sehen für eine belastende Symptomatik. Häufig besteht zusätzlich zur Stabsichtigkeit eine Weit- oder Kurzsichtigkeit.

Wie lässt sich eine Hornhautverkrümmung mittels Laser korrigieren?

Astigmatismus lässt sich mittels Laserbehandlung gut korrigieren. Dabei wird die Hornhaut in einem bestimmten Maße abgetragen, sodass die Brechung auf einen gebündelten Punkt auf der Netzhaut wieder funktioniert. Die verwendete Methode richtet sich nach individuellen Aspekten wie etwa Beschaffenheit der Hornhaut oder Dioptrienwerte. So können mittels LASIK beispielsweise Hornhautverkrümmungen bis zu +5 oder +6 Dioptrien gelasert werden. Bei zu geringer Hornhautdicke greift man auf Verfahren wie PRK oder LASEK zurück.

Hornhautverkrümmung lasern: Das ist nach der Behandlung zu beachten

Nach dem Lasern einer Hornhautverkrümmung unterscheidet sich die Nachsorge im Prinzip nicht von jener aller anderen Laserbehandlungen am Auge (siehe auch: „Fehlsichtigkeit lasern: Heilung und Prognose“). Bei Anwendung spezieller Augentropfen, entsprechender Schonung sowie Einhaltung gewisser Verhaltensmaßnahmen, sind Heilungsdauer und Prognose als überaus positiv zu bewerten.

Korrektur von Grauem Star

Was versteht man unter Grauem Star?

Grauer Star – auch Katarakt – äußert sich in einer Trübung der Linse. Ab etwa 60 Jahren macht er sich durch Sichteinschränkungen (trübe Sicht, Schleier, erhöhte Blendeempfindlichkeit) bemerkbar. Auch die Sehstärke nimmt ab. Grund hierfür ist, dass die Linse dauerhaft wächst. Im Laufe der Jahre kommt es daher in ihrem Inneren zu einer Verdichtung. Stoffwechselveränderungen sowie Verletzungen können diese begünstigen. In seltenen Fällen ist die Katarakt auch angeboren.

Wie lässt sich Grauer Star mittels Laser korrigieren?

Die Operation des Grauen Stars zählt zu den häufigsten Eingriffen überhaupt. Es wird hierbei die natürliche Augenlinse entnommen und eine Kunstlinse eingesetzt. Seit einigen Jahren können mit Hilfe von Lasertechnologie (in der Regel mittels Femtosekundenlaser) einige Operationsschritte übernommen werden, die bis zu diesem Zeitpunkt manuell erfolgt sind. Vor allem in Bezug auf die Präzision bringt das Vorteile. Außerdem erfolgt der Eingriff schonender und etwaige Fehlsichtigkeiten können ebenfalls gleich korrigiert werden.

Bei der lasergestützten Korrektur von Grauem Star werden exakte Hornhautschnitte angelegt und anschließend die Linsenkapsel eröffnet. Auch die Zerlegung der natürlichen Linse erfolgt mittels Laser. Nach deren Absaugen kann die Kunstlinse in den Kapselsack eingesetzt werden.

Grauer Star lasern: Das ist nach der Behandlung zu beachten

In der ersten Zeit nach dem Eingriff sind die Augen recht sensibel, weshalb Schonung wichtig ist. Auf Reibung und direkten Kontakt mit Wasser sollte einige Tage verzichtet werden. Schwere körperliche Tätigkeiten, Schwimmen, Sauna und Solarium gilt es für mindestens eine Woche zu vermeiden.

Verschwommene Sicht, Brennen sowie ein Fremdkörpergefühl sind nach dem Lasern einer Katarakt nicht ungewöhnlich. Auch eine erhöhte Blendeempfindlichkeit kann auftreten. Etwa zwei Wochen nach dem Eingriff sollte allerdings keine Beeinträchtigung mehr spürbar sein. Bis sich die maximale Sehqualität einstellt, können einige Wochen vergehen.
Nach einer Kataraktoperation müssen Patienten dauerhaft auf einen guten Sonnenschutz achten. Der Kunstlinse fehlt nämlich der im Laufe der Jahre aufgebaute eigene Sonnenschutz des Auges. Eine gute Sonnenbrille sollte daher stets ein Begleiter sein.

Korrektur von Alterssichtigkeit

Was versteht man unter Altersweitsichtigkeit?

Bei der Altersweitsichtigkeit – auch Presbyopie – handelt es sich eigentlich um keinen Sehfehler im engeren Sinne. Vielmehr stellt sie eine typisch altersbedingte Veränderung des Auges dar, die sich in der Regel ab etwa 40-45 Jahren bemerkbar macht. Betroffene nehmen Objekte in der Nähe vermehrt unscharf wahr. Der Grund dafür ist, dass die Elastizität der Linse und damit die Akkommodationsfähigkeit abnimmt. Die Nah- und Ferneinstellung durch entsprechende Linsenkrümmung fällt schwerer. Salopp formuliert, geht die Anpassungsfähigkeit des Auges ein Stück weit verloren. 

Wie lässt sich Altersweitsichtigkeit mittels Laser korrigieren?

Im Rahmen der refraktiven Chirurgie gibt es zwei Möglichkeiten, die Altersweitsichtigkeit zu korrigieren. Entweder werden Multifokallinsen (Mehstärkenlinsen, die zwei Brennpunkte – für Nähe sowie Ferne – aufweisen) implantiert oder aber es findet eine Augenlaserbehandlung (LASIK/Femto-LASIK) statt. Dabei wird durch das Abtragen von Hornhaut der Brennpunkt entsprechend beeinflusst. Das geschieht mittels Monovision beziehungsweise Twinfocus-Laserbehandlung.

Bei Monovision trägt man die Hornhaut der Augen in jenem Maße ab, dass eines für das Sehen in der Nähe, das andere für das Sehen in der Ferne optimiert wird. In weiterer Folge setzt das Gehirn beide Bilder zusammen und gleicht Unterschiede aus. So entsteht wieder ein stimmiges, ausreichend scharfes Bild. Im Twinfocus-Verfahren wird dies noch präzisiert: Durch Veränderung der Hornhautkrümmung kommt es zur Verbesserung der Tiefenschärfe.

Altersweitsichtigkeit lasern: Das ist nach der Behandlung zu beachten

Bei Anwendung spezieller Augentropfen, entsprechender Schonung sowie Einhalten gewisser Verhaltensmaßnahmen, sind Heilungsdauer und Prognose nach dem Lasern der Altersweitsichtigkeit als überaus positiv zu bewerten (siehe auch: „Fehlsichtigkeit lasern: Heilung und Prognose“).

Ergebnisse der Augenlaserbehandlung

Ab wann Patienten mit ersten Ergebnissen nach einer Augenlaserbehandlung rechnen dürfen, ist maßgeblich von der angewendeten Methode abhängig.

So schließt sich bei einer LASIK die Hornhaut sofort nach dem Eingriff über dem behandelnden Gewebe. Das führt dazu, dass Patienten schon recht unmittelbar nach dem Eingriff (einige Stunden bis ein, zwei Tage danach) eine deutliche Verbesserung der Sehkraft registrieren. Bei LASEK und PRK dauert es in der Regel einige Wochen, bis sich Ergebnisse einstellen.

Doch auch wenn sich der Seherfolg bei LASIK rasch einstellt, sind in den ersten Wochen Schwankungen im Sehvermögen durchaus nicht unüblich. Wichtig ist es daher, die Augen gut zu schonen und dem Behandlungserfolg Zeit zu geben. Nach etwa vier bis sechs Wochen sind Ergebnisse schon recht stabil.

Fehlsichtigkeit lasern: Heilung und Prognose

Nach der Augenlaserbehandlung gilt es, einige Verhaltensmaßnahmen zu berücksichtigen.  Unmittelbar nach dem Eingriff ist eine generelle Lichtempfindlichkeit nicht unüblich. Eine Sonnenbrille kann hier unterstützend wirken. Außerdem sehen Patienten nach der Augen OP verschwommen, weshalb sie sich nicht alleine auf den Heimweg machen sollten.

Während bei LASIK die Heilung relativ rasch erfolgt (1-2 Tage), können sich bei PRK sowie LASEK über einige Tage unangenehme Nebenwirkungen bemerkbar machen. Solche sind vorwiegend leichte Schmerzen, Brennen, Jucken sowie ein Trockenheits- und Fremdkörpergefühl. Bei starken, langanhaltenden oder stärker werdenden Schmerzen sowie Verschlechterung des Sehvermögens, sollte unverzüglich der Augenarzt aufgesucht werden.

Nicht nur die Heilungszeit variiert je nach verwendeter Operationsmethode, auch die Wirkung des Laserns zeigt sich unterschiedlich rasch. Wichtig ist es hier, der Regeneration der Augen Zeit zu geben sowie einige Verhaltensmaßnahmen zu berücksichtigen.
So sollte das Reiben der Augen unterlassen werden, damit die Hornhaut gut verheilen kann. Nachdem das im Schlaf häufig unbewusst geschieht, kommen nachts spezielle Schutzbrillen zum Einsatz. Darüber hinaus werden zur Nachbehandlung spezielle Augentropfen angewendet. Diese sind in der Regel antibiotisch und reduzieren das Infektionsrisiko. Auch feuchtigkeitsspendende Tropfen kommen zum Einsatz.

Das Schonen der Augen ist für die nächsten 2-3 Wochen sinnvoll. Vor allem Staub, Zigarettenrauch und direkter Luftzug sollten vermieden werden. Darüber hinaus sind Sonnenschutz sowie eine gute Handhygiene wichtig. In den Tagen nach dem Eingriff sollte auf sportliche Aktivität, Sauna sowie Solarium verzichtet werden. Auch mit dem Schminken der Augen wartet man besser etwas zu.
Die Prognose von Augenlaserbehandlungen ist mittlerweile ausgesprochen gut. Bei mehr als 90 Prozent aller Patienten wird das angestrebte Ziel (Normalsichtigkeit beziehungsweise Abweichungen von maximal 0,5 Dioptrien) erreicht.
 Für dauerhafte Ergebnisse muss die Augenlaserbehandlung in den meisten Fällen nur ein einziges Mal durchgeführt werden. Führt die Operation allerdings nicht zum erwünschten Sehvermögen, können Nachkorrekturen notwendig werden. Diese sind dann immer auch von der verbliebenen Hornhautdicke abhängig.

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